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E-Learning | 13 Minuten Lesezeit

E-Learning-Methoden: Diese Lern-Arten gibt es

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Autor Liesa Wieruch

03. Februar 2022

Welche E-Learning-Methoden gibt es, mit denen Sie Ihren Teilnehmer:innen am besten zum Lernerfolg verhelfen können? Hier finden Sie den Überblick.

Schnell zum passenden Abschnitt:

  1. Welche Arten von E-Learning gibt es?
  2. Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen E-Learning-Arten?
  3. Für wen eignet sich welche E-Learning-Methode?

Lassen Sie uns zusammen einen Blick auf die verschiedenen E-Learning-Methoden werfen. Wir sprechen über das Lernen per Video, einem offenen Online-Kurs oder zum Beispiel per Videospiel. Sie haben die Möglichkeit!

Wie wäre es mit einem Podcast als Ihre nächste E-Learning-Methode?

Die Welt der E-Learnings eröffnet eine Vielzahl an Lernmethoden, die zum Teil sehr leicht umzusetzen sind. Begeistern Sie Ihre Teilnehmer:innen mit dem richtigen Lernformat und informieren Sie sich hier:

Welche Arten von E-Learning gibt es?

Unter E-Learning versteht man grob gesagt das computergestützte Lernen. Es ist ein Format, bei dem eine oder mehrere digitale Komponenten zum Einsatz kommen. Im Folgenden besprechen wir, welche E-Learning-Arten am häufigsten von Unternehmen verwendet werden.

Der No.1 Trend im E-Learning: Lernvideos.

Ganz oben auf Platz 1 steht in Deutschland das videobasierte Lernen. Das fand das private Forschungsinstitut mmb in ihrer letzten Studie heraus. Das Lernen mit Lernvideos wird demnach eine dominante Rolle im Rahmen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung spielen.

Was kann man sich unter Lernvideos vorstellen?

Lernvideos finden Sie zum Beispiel auf der Plattform YouTube. Sie sind mit dem Ziel geschaffen, Lerninhalte an die Zuschauer:innen zu vermitteln. Es kann sich dabei beispielsweise um ein How-to-Video handeln:

Bosch Home Appliances zeigt 4 Wege, ihre Waschmaschine schnell zu starten.

How-to-Videos werden auch gerne Tutorials genannt. Hier erhalten Personen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu einem Prozess oder einem Produkt.

Eine andere Art der Lernvideos für E-Learning sind die Erklärvideos. In diesen lernen die Zuschauer:innen etwas zu einem bestimmten Thema, wie in dem folgenden Video zu einer Software:

InstaCover erklärt ihre Software zur Inspektion von Fahrzeugen.

Die Erklärvideos können wie oben als Animationsvideo gestaltet sein. Ferner haben Sie die Möglichkeit, auf echte Personen für einen Realdreh zurückzugreifen. Sie können ein Video-Interview mit Expert:innen aufzeichnen oder eine Person die Zuschauer:innen durch ein Thema führen lassen.

Ein Experte erklärt, wie Blockchain die Welt verändern wird. (Quelle: Finanzfluss)

Ebenfalls beliebt sind Mitschnitte von Bildschirmpräsentationen, auch Screencast genannt:

Lernen Sie einen X-Verweis in Excel mit Excelhero.

In dieser Art der Lernvideos wird häufig eine Software oder ein Programm erklärt. Teilnehmende des E-Learnings haben so direkt das Endprodukt vor Augen und können einzelne Schritte bei Bedarf noch einmal ansehen.

Lernen mit Podcast oder Hörbuch.

Als nächstes haben Sie die Wahl, per Podcasts oder Hörbüchern zu lernen. Während sich Lernende bei Lernvideos auf sowohl Sound als auch Bilder verlassen können, kommt es bei den Podcasts ganz auf den Ton an.

Lernen Sie das A und O der erfolgreichen Video-Ads auf Amazon.

Podcasts hört sich ein:e Mitarbeiter:in entweder über eine App auf ihrem/seinem Smartphone an, ruft sie direkt im Browser auf oder nutzt sie als Teil eines digitalen Trainings.

Was versteht man unter den digitalen Trainings?

Digitale Trainings sind die bekannteste E-Learning-Methode. Wir unterscheiden zwischen Computer Based Trainings (CBT) und Web Based Trainings (WBT).

Grob gesagt sind CBT Trainings, die ohne das Internet funktionieren. Sie werden zum Beispiel auf einem Rechner oder Smartphone installiert und offline abgearbeitet. Eine weitere Möglichkeit ist, die Verbreitung und das Abspielen über einen externen Datenträger wie eine CD oder einen USB-Stick.

Thomas Grosser erklärt kurz und knapp, was es mit den CBT und WBT auf sich hat.

WBT hingegen benötigen den Online-Zugang. Sie laufen ähnlich wie die CBTs ab, bieten jedoch noch weitere Lernmöglichkeiten an. Teilnehmer:innen eines solchen E-Learnings können sich zum Beispiel untereinander austauschen und zusammen Lernen. Außerdem ist es dem Unternehmen möglich, regelmäßig Updates der Lerninhalte einzuspielen.

Erfolgreich lernen mit Webinaren.

In dem Video oben wurden die Webinare als erfolgreiche E-Learning-Methode angesprochen. Das Wort Webinar setzt sich zusammen aus dem (World Wide) Web und Seminar. Es ist also ein Vortrag, der Online stattfindet.

Für ein Webinar müssen sich die Teilnehmer:innen in der Regel anmelden. Vor Beginn erhalten sie noch einmal eine Erinnerung per E-Mail zugesendet. Innerhalb des Webinars werden dann Lerninhalte zu einem bestimmten Thema vermittelt.

Hier sehen Sie einen Mitschnitt eines Webinars von thinkstep-anz.

Häufig haben die Teilnehmer:innen die Option, während oder nach der Präsentation Fragen zu stellen. Das läuft über eine Chat-Funktion ab, bei der sie virtuell die Hand heben können. Anschließend schaltet die vortragende Person das Mikrofon für diese:n Teilnehmer:in frei. Andere Konzepte sehen ein schriftliches Fragen direkt über das Chat oder direkte Nachrichten vor.

Webinare werden von Unternehmen oft exklusiv nur für die Personen angeboten, die potentielle Kunden sein könnten. Es findet über den Anmeldeprozess bereits eine Auswahl statt. Anders sieht es bei der E-Learning-Methode MOOC aus:

Schon einmal etwas von MOOCs gehört?

MOOC steht für Massive Open Online Course und ist genau, was der Name bereits vermuten lässt: ein Online-Kurse, der für alle und besonders viele Teilnehmer:innen offen ist.

Manche dieser Kurse finden ohne Anmeldung statt und können zu jeder Zeit genutzt werden. Andere wiederum haben ein bestimmtes Startdatum. Es wird eine kostenfreie Anmeldung benötigt und alle starten zusammen in die Lerninhalte. Diese werden dann zum Beispiel per E-Mail oder auf einer Online-Plattform bereitgestellt.

Tina Huang spricht über das Selbststudium mit MOOCs.

Ein beliebtes Beispiel für MOOCs sind sogenannte Challenges. In einer “5-day-VA-Challenge” lernt eine Person zum Beispiel innerhalb von fünf Tagen alles rund um den Beruf Virtuelle Assistenz. Ein anderes Beispiel ist die Online-Lernplattform edX mit über 3000 kostenfreien E-Learning-Kursen zu verschiedenen Themen.

Digitale Lernspiele als E-Learning-Methode.

Als nächstes finden Sie eine spielerische Lernart unter den E-Learnings: die digitalen Lernspiele. Hier können Teilnehmer:innen Wissen durch praktische Erfahrungen lernen. Bereits Gelerntes kann ebenfalls vertieft und angewendet werden.

Spielerisch die Uhrzeiten lernen mit Conni Uhrzeit.

Das E-Learning-Spiel kann dabei online als WBT oder offline auf einem Endgerät als CBT ablaufen. Spieler:innen werden durch virtuelle Prämien belohnt und so für die Lerninhalte begeistert.

Quiz, Lernstandserhebung und co. für Ihr E-Learning.

Hilfreich für den Lernerfolg sind außerdem digitale Wissensabfragen. Zum einen können sich die E-Learning-Teilnehmer:innen mit diesen messen. Sie bekommen einen Überblick, wie ihr Wissensstand ist und, was sie bereits erreicht haben. Das motiviert weiterhin am Ball zu bleiben!

Hier sehen Sie 14 Fragearten für Ihr E-Learning-Quiz. (Quelle: iSpring)

Zum anderen helfen ein Quiz oder eine Übungsaufgabe dabei, das Gelernte im Gehirn zu verankern. Die Wiederholungen rufen das Wissen immer wieder auf neue Art und Weise ab, solange, bis es sitzt.

Die Quizze, Lernstandserhebungen und co. gehören daher zu den beliebtesten E-Learning-Arten.

Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen E-Learning-Arten?

Doch welche Vor- und Nachteile bringen die einzelnen E-Learning-Arten mit sich? Was sollten Sie beachten, wenn Sie Ihr Training erstellen? Lassen Sie uns einen Blick auf die sieben Methoden werfen.

Lernvideos.

Lernvideos können sowohl eigenständig als auch als Teil eines E-Learning-Kurses verwendet werden. Sie sind damit versatil einsetzbar. Sie haben die Möglichkeit, einen E-Mail-Kurs mit wenigen Mitteln aufzusetzen. Jeden Tag erhalten die Teilnehmer zum Beispiel eine E-Mail mit einem Schulungsvideo. Oder aber Sie legen eine Wiedergabeliste auf einer Videoplattform an, die es durchzuspielen gilt.

Ein Nachteil ist, dass der direkte Austausch fehlt. Zuschauer:innen können nicht mit einem Vortragenden oder anderen Lernenden kommunizieren.

So ermöglichen Lernvideos das Lernen in verschiedenen Sprachen.

Es kann jedoch, falls gewünscht, eine virtuelle Beziehung aufgebaut werden. In dem Video wird ein:e wiederkehrende:r Sprecher:in eingesetzt, die oder der sich mit den Teilnehmer:innen beschäftigt. Die Personen haben so das Gefühl, nicht alleine zu lernen. Sie sind motivierter und entwickeln positive Emotionen für das E-Learning.

Ein Grund, warum Lernvideos gerne eingesetzt werden, ist, dass sie verschiedene Sinne ansprechen. Lernende können sowohl Gehörtes als auch Gesehenes verarbeiten. Sie haben die Möglichkeit, Text zum Beispiel in Form von Bullet Points zu ergänzen.

Podcast.

Podcasts können dies nicht. Hier entsteht jedoch ebenfalls der Eindruck einer Beziehung mit der Sprecherstimme. Dies hilft langfristig dem Lernerfolg.

Ein großer Vorteil der Podcasts ist die Flexibilität im Einsatz. Teilnehmende eines solchen E-Learnings können so zum Beispiel neben dem Putzen lernen. Oder sie gehen mal eben eine Runde joggen und schließen gleichzeitig das nächste Kapitel ab. Das kann natürlich auch als Nachteil ausgelegt werden, wenn Personen sich einzig und allein auf die Lerninhalte konzentrieren sollen.

Digitale Trainings (CBT oder WBT).

Bei den digitalen Trainings ist dies der Fall. Die Person setzt sich vor ihr Endgerät und öffnet das Training mit dem Ziel, eine gewisse Zeit ausschließlich in diesem zu verbringen. Es entsteht also eine Lernumgebung, die dem Lernenden die Konzentration und das Lernen vereinfacht.

WBTs bringen außerdem den Vorteil mit sich, dass sie einfach über das Internet aktualisiert werden können. So stellen Sie sicher, dass das E-Learning auf dem neuesten Stand bleibt und allen Mitarbeiter:innen die aktuelle Version vorliegt. Außerdem wird ein direkter Austausch über zum Beispiel ein Chat, Nachrichten, E-Mail oder Videokonferenz möglich.

Begeistern Sie Ihre Mitarbeiter:innen mit einem Web Based Training.

Ein Nachteil der digitalen Trainings ist, dass sie länger in der Entstehung benötigen als beispielsweise die Lernvideos oder ein Podcast. Das Training will gut aufgesetzt sein, damit sich das Investment lohnt und es noch über viele Jahre hinweg verwendet werden kann.

Webinar.

Ein Webinar kann sowohl eine kurzfristige als auch eine langfristige Lernmethode sein. Angemeldete Teilnehmer:innen haben den Vorteil, sich mit den Expert:innen austauschen zu können.

Wenn Sie das Webinar mitschneiden, können außerdem weitere Personen von der Online-Veranstaltung profitieren. Sie sehen sich das Video dann einfach später als eine Art Lernvideo an.

Webinare bringen zudem einen weiteren wichtigen Vorteil mit sich: den Zeitdruck! Durch den Termin müssen Lernende zu diesem Zeitpunkt erscheinen. Es gibt keine Ausreden und Verschiebungen. Das Lernen wird wichtiger, alleine schon dadurch, dass man nichts verpassen möchte oder darf.

MOOC.

Im Vergleich zu den vorgestellten digitalen Trainings bringen die MOOCs folgendes Pro mit: sie sind offen. Das heißt Jede:r kann sich Wissen auf seinem oder ihrem eigenen Weg beschaffen. Selbst-motiviertes und gesteuertes Lernen kann ungemein erfolgreich sein. Teilnehmer:innen wissen oft am besten, wie und mit welchem Vortragenden sie am besten lernen möchten.

Ein eigenes E-Learning erstellen: Das sollten Sie unbedingt beachten!»

Ein Nachteil ist die riesige Auswahl an Angeboten. Es kann vorkommen, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Es wird schwerer, einen Kurs zu finden, der erfolgreich zum Ziel führt. Das ist bei einem vom eigenen Unternehmen zusammengestellten CBT oder WBT anders.

Digitale Lernspiele.

Als nächstes geht es um die digitalen Lernspiele. Diese helfen dabei, ein E-Learning aufzulockern. Hier werden besonders auch Lerntypen angesprochen, die am besten durch selbst gemachte Erfahrungen lernen.

Zumeist kommt es auf das Zielpublikum an, wie sie auf ein Lernspiel reagieren werden. Sollte es etwas seriöser gestaltet werden oder kann der Kreativität freien lauf gelassen werden? Bei einem Lernspiel können Sie auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen Wissen vermitteln. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Rollenspiel, bei dem die Spieler:innen mit einem Avatar durch eine Welt schreiten. Oder aber Sie lassen die E-Learning-Teilnehmer:innen in einem Online-Wissensduell gegeneinander antreten.

Digitale Wissensabfragen.

Zuletzt haben Sie noch die Möglichkeit, in Ihrem E-Learning auf digitale Wissensabfragen zurückzugreifen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Lernende können ähnlich wie bei den Lernspielen ihr Wissen testen und so vertiefen.

E-Learning: So messen Sie die Zufriedenheit Ihrer Absolvent:innen!»

Sie erhalten außerdem einen Überblick, wie viel sie bereits erreicht haben. Der Lernerfolg stellt sich ein, was zum weiteren Lernen animiert. Für Führungskräfte kann es ebenfalls wichtig sein, den Lernstand (anonymisiert) abfragen zu können. Die Entwickler des E-Learnings lernen aus den Ergebnissen, wie gut der Stoff vermittelt werden konnte. Zusammen mit einem Feedback-Bogen könnte so erhoben werden, was es noch zu verbessern gilt.

Für wen eignet sich welche E-Learning-Methode?

Für wen sich welche E-Learning-Methode eignet, hängt von Ihrem Zielpublikum und dem zu behandelnden Thema ab. Über das Zielpublikum kann leider oft keine eindeutige Aussage bezüglich des Lerntyps getroffen werden. So gibt es zum Beispiel Personen, die besonders gut mit einem Lernvideo lernen, andere wiederum benötigen die Interaktion in einem Lernspiel.

Mit welchen E-Learning-Methoden ist Ihnen der Lernerfolg sicher?

Hier gilt es also, falls möglich, viel Abwechslung zu bieten. Bedienen Sie sich nicht nur einer sondern gleich mehrer E-Learning-Methoden und kombinieren Sie diese miteinander!

Themen, wie zum Beispiel die Erklärung einer Software, benötigen Bild. Das schließt den Podcast aus. Andere Themen können eventuell nicht über einen MOOC gelernt werden, da es sich um unternehmensinternes Wissen handelt. Klären Sie also vorab, was genau die Lernziele sind, bevor Sie sich für ein Medium entscheiden.

Fazit: E-Learning-Methoden: Lernen leicht gemacht.

Sie sehen also: E-Learning-Methoden gibt es viele. Sie lassen sich jedoch perfekt miteinander kombinieren, sodass Sie und Ihre Teilnehmer:innen von einem perfekten Mix profitieren können.

Gerne helfen wir Ihnen bei der Planung und Umsetzung Ihres E-Learnings. Schreiben Sie uns einfach unverbindlich hier an»

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