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Moodle & Co.: Die Top 5 Lernplattformen für Unternehmen

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Autor Liesa Wieruch

17. Februar 2022

Lernplattformen sollen dabei helfen, das Lernen zu erleichtern. Doch was genau ist eigentlich eine Lernplattform? Welche Arten gibt es und welche Plattform ist am besten für mein Unternehmen geeignet? All das erfahren Sie in diesem Artikel.

Schnell zum passenden Abschnitt:

E-Learning wird für die Weiterbildung von Mitarbeiter:innen immer wichtiger. Das merken auch Arbeitgeber:innen, die daher bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter:innen vermehrt auf computer- und webbasierte Lernformate, wie etwa videobasierte Inhalte, Onlinekurse und Webinare, Lern-Apps oder virtuelle Klassenräume setzen.

Tatsächlich boten bereits 2015 77,3 Prozent der Unternehmen Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter:innen an. Dass das Angebot gefragt ist, zeigen diese Zahlen: Ganze 5,1 Millionen Angestellte bilden sich weiter.

Dabei scheint das Weiterbildungsangebot insbesondere von der Unternehmensgröße abhängig zu sein. Während bei 10 bis 19 Beschäftigten gerade einmal 53 Prozent der Unternehmen Weiterbildungen anboten, waren es bei Unternehmen mit 1000 und mehr Beschäftigten fast 100 Prozent (96 Prozent).

Dass sich das E-Learning Geschäft lohnt, zeigen diese Zahlen: Mit einem Wachstum von 900 Prozent seit dem Jahr 2000 ist digitales Lernen der am schnellsten wachsende Markt in der Bildungsbranche.

Kein Wunder, dass auch die e-Learning Plattformen stetig zunehmen. Bei der riesigen Auswahl, die es heute gibt, fällt es oft schwer, sich als Arbeitgeber:in für die richtige e-Learning Plattform für seine Mitarbeiter:innen zu entscheiden.

Was ist eigentlich eine Lernplattform? Hier wird’s erklärt.

Wir klären in diesem Artikel, was eine Lernplattform ist und welche Vorteile sie hat, welche verschiedenen Arten der Plattformen es gibt und wie Sie die richtige für Ihr Unternehmen finden.

Außerdem stellen wir Ihnen unsere Top 7 der bekanntesten Lernplattformen in verschiedenen Branchen vor.

Starten wir mit den Basics:

Was ist eine Lernplattform?

Sie heißen Udemy, Skillshare, Coursera oder Codecademy. Dies sind nur vier der wohl bekanntesten Lernplattformen. Doch was genau ist eigentlich eine Lernplattform? Und welche Arten gibt es?

Mit einer Lernplattform werden Nutzern Lerninhalte und -vorgänge zur Verfügung gestellt und effizient organisiert.

Neben der Bereitstellung und der Produktion der Lerninhalte, geben Lernplattformen ebenfalls die Möglichkeit, Nutzerdaten und webbasierte Lernangebote zu beurteilen.

Zusätzlich ist auch die Kommunikation zwischen dem Lehrenden und dem Lernenden möglich. Dank der Plattform ist dafür nicht einmal eine zusätzliche Anwendung nötig.

Somit erleichtern Lernplattformen den Lernprozess der Nutzer:innen enorm. Viele Weiterbildungsanbieter stellen auf ihren Plattformen Lehrmaterialien und verschiedene E-Learning-Angebote bereit.

Daneben gibt es aber auch Plattformen, die eher bei der Produktion von digitalen Lerninhalten helfen.

Welche Arten von Lernplattformen gibt es?

Vielleicht ist Ihnen jetzt bereits aufgefallen, dass es mehrere Arten von Lernplattformen gibt. Im Großen und Ganzen kann man zwischen solchen Plattformen unterscheiden, auf denen fixe Inhalte von Anbietern zur Verfügung gestellt werden und solchen, die bei der Produktion der Lerninhalte helfen.

Doch schauen wir uns das einmal im Detail an.

LMS - Learning Management System.

Auf einem LMS, einem Learning Management System, werden Lerninhalte für Lernende bereitgestellt. Dabei kann es sich beispielsweise um Online-Trainings oder Lernvideos handeln. Daten und Inhalte werden hier meist in einer Cloud gespeichert.

Das LMS erfüllt verschiedene Aufgaben.

LMS Aufgabenbereiche

Hier werden die einzelnen Aufgaben eines LMS erklärt. (Quelle: spectrumlms)

Neue Online- oder Präsenzkurse beispielsweise können einfach in das System eingepflegt werden. Lernende können sich dann eigenständig für diese anmelden oder etwa vom Arbeitgeber auf diese gebucht werden.

Daneben können alle relevanten Daten der Lernenden, wie etwa die aktuelle Position im Unternehmen, direkt auf der Plattform hinterlegt werden.

Selbstverständlich lässt sich auch der Lernfortschritt der einzelnen Nutzer:innen durch ein LMS feststellen. Autorisierte Personen können also einsehen, welche Kurse und Module ein/e Mitarbeiter:in bereits absolviert hat. Wer dazu Berechtigung hat, sollte vor der Einführung des LMS festgelegt und auch mit den Mitarbeiter:innen kommuniziert werden.

Ziel des Learning Management Systems ist somit die Erleichterung der Organisation und Administration der Weiterbildungsmaßnahmen sowie die möglichst einfache und übersichtliche Gestaltung der Lerninhalte für die Lernenden.

Sie wollen mehr über das LMS erfahren? Hier wird es ausführlich erklärt »

LCMS - Learning Content Management System.

LCMS steht für Learning Content Management System. Hier liegt der Fokus eher auf der Erstellung von Lernmaterialien als auf der Organisation. Inhalte können hier von E-Learning-Produzenten erstellt, gespeichert und verwaltet werden. Videos, Dokumente, Audiodateien und sogar fertige E-Learnings können auf einem LCMS abgelegt und nach Belieben verändert werden.

Ein LCMS ist eine Kombination aus LMS und CMS (Content Management System). Somit lässt sich ein LCMS in die folgenden Komponenten unterteilen:

Learning: Ein LCMS wird verwendet, um Lerninhalte für Online-Kurse zu erstellen.

Content: Der Inhalt (Content) der Kurse sind sämtliche Texte, Bilder, Videos, Audios und Q&As, die für das Schulungsmaterial relevant sind.

Management: Wie beim LMS können Inhalte einfach verwaltet und organisiert werden.

System: Im Grunde ein fancy Wort für eine Software.

Wir klären hier im Detail, welche Chancen eine Lernsoftware für Ihren Betrieb mit sich bringt »

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich das LCMS auf den inhaltlichen Teil des Lernens konzentriert, Ihnen aber nicht dabei hilft, Benutzer zum Kurs einzuladen, den Fortschritt zu verfolgen und Zertifikate auszustellen.

LXP - Learning Experience Platform.

Bei einer Learning Experience Platform steht der Lernprozess der Lernenden und nicht das Managen der Daten im Vordergrund. Es geht vor allem um die “User Experience”, das Design sowie die individuellen Lernpfade wichtiger Kernelemente.

Lernende können bei einer LXP ihre Lernumgebung selbst mitgestalten. Dabei können sie auch auf firmeninterne Lernressourcen zugreifen, gleichzeitig aber auch externe Lernmaterialien zu ihrem Lernbereich hinzufügen sowie Lerninhalte selbst erstellen.

Außerdem können die Lernaktivitäten der Lernenden auch bei der Verwendung externer Lernmaterialien nachverfolgt werden.

Das Geniale ist dabei, dass das System die Lernvorlieben der Nutzer:innen kennenlernt und somit Vorschläge zu weiteren passenden Lerneinheiten gegeben werden können.

Was sind die Vorteile einer Lernplattform?

Einige Vorteile der Lernplattformen haben wir bereits angesprochen. Die Bereitstellung, Organisation und Auswertung von Lerninhalten wird durch eine Plattform enorm vereinfacht. Zusätzlich bietet sie zahlreiche weitere Vorteile.

Ortsunabhaengige Weiterbildung

Mit Hilfe von Lernplattformen können Weiterbildungen von überall absolviert werden.

Hier sind einmal die Wichtigsten aufgelistet:

    • Lernplattformen ermöglichen ortsunabhängiges Lernen sowie einfache Steuerung der zeitlichen Komponenten
    • Für die Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden ist keine weitere Anwendung notwendig.
    • Die Kommunikation kann orts- und/oder zeitunabhängig stattfinden
    • Lerninhalte werden effizient verwaltet
    • Lerninhalte können einfach und schnell erstellt werden
    • Einfaches Tracking und Auswertung von Ergebnissen der Lernenden
    • Automatisierte Abläufe
    • u.U. individuelles Design
    • Lernpfade können flexibel und individuell eingerichtet werden
    • Der Informationsfluss kann flexibel gesteuert werden, indem definiert wird, welche Inhalte wann und wem bereitgestellt werden

  • Der Zugang ist über alle mobilen Geräte möglich

Welche Lernplattform ist die richtige für mein Unternehmen?

Sie möchten Ihren Mitarbeiter:innen Ihren Kurs über eine Lernplattform bereitstellen? Sehr gut! Vielleicht haben Sie bei Google auch schon nach “LMS” gesucht und sich zu den einzelnen Möglichkeiten belesen? Perfekt! Doch wie geht es nun weiter? Wonach entscheiden Sie, welches LMS das richtige für Ihr Unternehmen ist?

Eine E-Learning Plattform sollte vor allem eins sein: benutzerfreundlich. Es sollte dem Anwender bzw. der Anwenderin ganz intuitiv gelingen, sich in der Software zurecht zu finden. Daher ist es besonders wichtig, dass das Dashboard übersichtlich und klar gegliedert ist.

Ein gutes LMS muss gar nicht teuer sein. Neben dem Preis gibt es aber noch einige andere Kriterien, die für die Auswahl für Ihr Unternehmen wichtig sind.

Diese Bereiche sollten Sie unbedingt in Ihre Entscheidung für ein kostenpflichtiges LMS berücksichtigen:

  • Preisgestaltung: Gibt es eine Preisstaffelung und wie gut passt sie zu Ihrer geplanten Nutzung des LMS? Was passiert, wenn Ihr Unternehmen wächst oder schrumpft? Lässt sich der Preis anpassen?
  • Branding: Möchten Sie das LMS optisch an Ihr Branding anpassen? Ist dies mit dem gewünschten LMS möglich oder fallen Extrakosten an?
  • Implementierung: Können neue Inhalte schnell und einfach implementiert werden?
  • Sprache: Wird die Bedieneroberfläche in verschiedenen Sprachen angeboten? Welche Sprachen sind für Ihr Unternehmen relevant? Stehen diese zur Verfügung?
  • Hosting & Sicherheit: Soll die Software auf Ihren eigenen Servern oder in der Cloud gehostet werden? Beziehen Sie für diese Entscheidung Ihre IT mit ein.

  • Gamification & Social Learning: Soll ein Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden bzw. zwischen Lernenden untereinander möglich sein? Und sollen Elemente der Gamification, wie etwa Quizze, Punktesysteme oder Belohnungen in die Lernstrategie aufgenommen werden?

Mit Gamification die Motivation im E-Learning steigern. So funktioniert’s

  • Interoperabilität: Soll Ihr neues LMS in andere Systeme, wie etwa Ihre Personalsoftware, integriert werden?
  • Kundenservice: Ist der Kundenservice im Angebot enthalten und ist dieser rund um die Uhr verfügbar? Arbeitet der Anbieter mit Service-Level-Agreements für Ausfälle?

  • E-Commerce: Sollen Ihre Kurse als Einzelkurse oder im Abo angeboten werden? Hier ist es wichtig zu schauen, wie gut die Plattform in die entsprechenden E-Commerce-Lösungen integriert werden kann.

Unsere Top 5 der bekanntesten E-Learning Plattformen für Unternehmen.

Sie sind Coach oder Berater und möchten Ihre Dienstleistungen gerne online anbieten? Oder vielleicht sind Sie Unternehmer und suchen nach einer Lösung, Ihre Arbeitnehmer:innen orts- und zeitunabhängig weiterzubilden, wissen aber noch nicht, welche Plattform für Ihr Unternehmen geeignet ist?

Die Wahl für die perfekte Plattform ist gar nicht einfach, denn der Markt im Bereich des digitalen Schulungssystems ist riesig. Wir stellen Ihnen die Top 5 E-Learning Plattformen Anbieter im Vergleich vor. So können Sie Ihre Wahl hoffentlich schnell und einfach treffen.

5. TalentLMS.


TalentLMS zeigt in einer Demo, wie ihr LMS funktioniert.

Führen Sie eine mittlere Unternehmensgruppe, so könnte Ihre Wahl auf TalentLMS fallen. Die Benutzeroberfläche von TalentLMS ist besonders benutzerfreundlich und gut strukturiert. Es ist einfach in der Handhabung und bietet eine äußerst intuitive Schnittstelle. Durch seine ablenkungsfreie Umgebung können Trainingsergebnisse schnell verbessert werden.

Der Anbieter nutzt ein Cloud-System von wo aus verfügbares Material wie Videos, Präsentationen und Dokumente flexibel hoch- und runtergeladen werden können. Darüber hinaus sind auch Live-Schulungen möglich.

4. SkyPrep.


So wird bei SkyPrep Lernmaterial hochgeladen.

SkyPrep eignet sich ideal für Businesses, die Arbeitnehmer:innen Trainings online anbieten oder Kurse für Kunden und Partner erstellen. Die Plattform ist mobile-friendly, cloud-based und unterstützt in-person Kurse, Webinare und online Kurse. Diese können für den Offline-Gebrauch sogar heruntergeladen werden.

Preise für SkyPrep starten bei 300 USD pro Monate, was das LMS für kleinere Unternehmen uninteressant macht.

Das Interface der Plattform kann entsprechend des Unternehmens-Branding angepasst werden und Zertifikate können von Admins selbst erstellt werden.

SkyPrep lässt Sie außerdem ganz einfach mit nur wenigen Klicks Ihre eigenen Kurse erstellen.

3. Bridge LMS.

Bridge LMS

Inside Bridge LMS. So sieht das beliebte LMS aus. (Quelle: betterbuys)

Bridge LMS ist besonders bei kleinen und Mittelstandsunternehmen sowie Konzernen beliebt. Es eignet sich sehr gut für Schulungen und Weiterbildungen und verfügt über einen zentralen Index, was die Suche nach relevanten Kursmaterial enorm vereinfacht.

Kurse können zudem durch Feedback-Schleifen der Teilnehmer:innen stetig verbessert werden. Spätere Analysen auf Basis dieser Daten können dann dabei helfen, das Unternehmen zu stärken.

2. SAP Litmos.


So sieht SAP Litmos aus.

Führen Sie ein kleines oder Mittelstandsunternehmen oder einen Konzern, so könnte SAP Litmos eine geeignete E-Learning Plattform für Sie sein. Es handelt sich um eine Cloud-basierte Plattform mit zahlreichen Online-Kursen, die weltweit genutzt werden.

SAP ist einfach zu benutzen und regt durch Bestenlisten, Abzeichen und andere Gamification-Funktionen zum Lernen an. Die einzelnen Lernmodule eignen sich für die unterschiedlichsten Personen und Bereiche.

1. Matrix LMS.


Matrox LMS stellt sein LMS für Unternehmen vor.

Matrix LMS ist ein cloud-basiertes Learning Management System, das kleinen bis mittelständischen Unternehmen dabei hilft, seinen Mitarbeiter:innen gut strukturierte Online Trainings anzubieten.

Das LMS zeichnet sich insbesondere durch seine leicht zu bedienende Oberfläche aus. Die grafischen Dashboards sind übersichtlich und klar gegliedert und helfen so Anwender:innen, sich leicht in der Software zurechtzufinden.

Sind Sie bereit, Ihren Mitarbeiter:innen das Lernen zu erleichtern?

Bei Lernplattformen handelt es sich um sehr gut durchdachte Software-Lösungen, die Ihren Mitarbeiter:innen das Lernen erleichtern. Welche Plattform sich für Ihr Unternehmen am besten eignet, ist von vielen verschiedenen Kriterien abhängig.

Unsere Top 5 der besten und bekanntesten Lernplattform-Anbieter gibt Ihnen jedenfalls eine erste Übersicht über Vorteile der Softwares und soll Ihnen die Auswahl erleichtern.

Neben der Unternehmensgröße spielt insbesondere die Benutzeroberfläche eine wichtige Rolle in der Wahl der Plattform. Schließlich sollen sich Ihre Mitarbeiter einfach und schnell in der Software zurecht finden.

Sind Sie bereit, Ihre Mitarbeiter:innen online weiterzubilden? Dann kommt es neben der richtigen Plattform natürlich auch auf ansprechende Lerninhalte an. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass sich hier insbesondere Videos eignen.

Sie wollen Ihre eigenen Videokurse erstellen? Wir helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung. Sprechen Sie uns einfach an. »

Wissen, das Sie weiterbringt:

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