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E-Learning Tipps bei der Fragegestaltung

E-Learning: Die 6 häufigsten Fehler bei der Fragengestaltung

Mischa Flinspach
27. Februar 2020

Die Konzeption und Formulierung von eLearning Fragen muss professionell durchdacht werden. Lernen Sie in diesem Artikel, welche Fehler Sie auf dem Weg zur erfolgreichen eLearning Fragen-Gestaltung nicht begehen sollten! Artikel inkl. Checkliste & klickbares eLearning Beispiel.

Keine Lust zu lesen? Kein Problem. Hören Sie einfach unseren Blogcast:

 

eLearning Grundlagen – Das steckt hinter der digitalen Lernform.

Digitales, flexibles und zeitunabhängiges Lernen. Die Methode eLearning trifft den Zahn der Zeit und bietet Nutzern die Möglichkeit nach individuell gestaffelten Lerneinheiten neues Wissen zu erlangen.

Die Vorteile des eLearning liegen dabei auf der Hand:

  • Skalierbarkeit, Veränderbarkeit und Flexibilität innerhalb der eLearning Einheiten.
  • Geringe Kosten bei gleichzeitiger Möglichkeit der Variation des eLearning Programms.
  • Individualisierung bis ins kleinste Detail für den eLearning Nutzer.

Allerdings geht allein durch das Potenzial und die Vorteile die sich durch eLearning ergeben nicht automatisch Erfolg einher. Vielmehr muss ein eLearning Konzept professionell gestaltet sein, didaktische Grundvoraussetzungen erfüllen und visuell ansprechend anmuten, sodass sich die volle Wirkung entfalten kann.

eLearning für Unternehmen? Diese Einsatzgebiete gibt es »

Denken Sie derzeit über Ihr eigenes eLearning Projekt nach oder sind vielleicht schon dabei dieses aufzusetzen? Dann ist dieser eLearning Fachartikel eine echte Bereicherung für Sie!
In diesem Artikel lernen Sie...

  • was es bei der Konzeption eines eLearnings zu beachten gilt,
  • welche Fehler Sie bei der Gestaltung der Fragen definitiv vermeiden müssen
  • und wie zielführende eLearning Fragen gestaltet sein sollten.

Ein eLearning Projekt umzusetzen kann zeitintensiv sein und Kosten verursachen. Gemessen an den Möglichkeiten und Chancen die sich Ihnen dadurch bieten ist dies absolut gerechtfertigt. Machen Sie allerdings nicht den Fehler und gehen unbedacht an Ihr Projekt heran, sondern informieren Sie sich lieber im Vorfeld ausführlich. Mit dem Lesen dieses Artikels haben Sie den ersten entscheidenden Schritt bereits getan!

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Die 6 häufigsten Fehler der eLearning Fragestellungen.

In diesem Kapitel wollen wir typische Fehler der eLearning Fragestellungen aufdecken.

eLearning 6 typische Fehler bei der Fragen Gestaltung Konzeption der Fragestellung im eLearning: Vermeiden Sie diese 6 Fehler. 

1. Die Frage ist geschlossen formuliert.

Fragen können übergeordnet in zwei verschiedene Kategorien eingeordnet werden:

  • Geschlossene Fragen
  • Offene Fragen

Geschlossene Fragen lassen sich in der Regel nur mit ja oder nein beantworten:

"Würden Sie sagen, dass Sie etwas in Ihrem eLearning gelernt haben?"

Wohingegen offene Fragen eine "Erzähl-Aufforderung" beinhalten:

"Was haben Sie in Ihrem eLearning gelernt?"

Sofern Ihre Lernkontrolle nicht nur durch ja/nein Antworten gekennzeichnet ist, sollten Sie geschlossene Fragen vermeiden um dem Lernenden Spielraum zur Beantwortung zu gewähren. Antwortmöglichkeiten sind bei eLearning Lernkontrollen zwar häufig vorgegeben, ungeachtet dessen sollten die Fragen auch in diesem Fall offen gestellt werden, um den inhaltlichen Kern der Antwort nicht auf ein ja oder nein zu beschränken.

Lösung:
 
Nutzen Sie offene Fragen um die Antwortmöglichkeit
nicht auf ein "ja" oder "nein" zu reduzieren.

2. Der erfragte Inhalt wurde im eLearning nicht behandelt.

Inhalte abzufragen, die thematisch nicht behandelt wurden frustriert den Lernenden. Das soll nicht heißen, dass dem eLearning Teilnehmer kein gedanklicher Transfer abzuverlangen sei. Vielmehr geht es darum, dass alle für die Antwort relevanten Informationen im eLearning Kurs behandelt worden sind.

Sie können bspw. die inhaltliche Grundlage zur Beantwortung einer Frage im eLearning legen und die Fortführung dieser Grundlage im Zuge der Lernkontrolle verlangen. Nur darf Ihr Teilnehmer nicht auf verlorenem Posten stehen und Wissen aus anderen Quellen beziehen müssen, um das eLearning vollständig absolvieren zu können.

Lösung:

Überfordern Sie nicht, liefern Sie genügend Informationen und geben Sie Ihren Teilnehmern die faire Möglichkeit das Wissen zur Beantwortung der Fragen zu erlangen.


3. Die Frage ist zu einfach.

Wir alle haben schon mehrfach verzweifelt den Kopf geschüttelt, wenn Gewinnspiel-Fragen derart offensichtlich gestellt werden, dass man sich als Teilnehmer salopp formuliert für blöd verkauft vorkommt.

Wer ist die Bundeskanzlerin von Deutschland?

A) Angela Merkel.

B) Jennifer Lopez.

Nehmen Sie die Teilnehmer Ihres eLearnings ernst und halten Sie einen inhaltlichen Anspruch aufrecht. Wenn Fragen unfassbar einfach gestellt werden, ist der Lerneffekt gleich null. Sorgen Sie lieber dafür, zielführende Maßnahmen im Falle einer falschen Antwort zu ergreifen. Bspw. können Sie bei einer Falscheingabe zusätzlichen Text- oder Video-Content anzeigen lassen, um dem Kursteilnehmer weitere vertiefende Inhalte zu liefern.

Lösung:

Unterfordern Sie nicht, haben Sie Vertrauen in das Wissen der eLearning Teilnehmer und definieren Sie ein passendes Niveau der Fragen.

4. Die Formulierungen hat Interpretationsspielraum und Doppeldeutigkeiten.

Wenn Ihr Teilnehmer Ihre Frage zweimal lesen muss und immer noch nicht weiß um was es geht, ist die Formulierung wahrscheinlich ungünstig gewählt. Achten Sie auf eine klare und eindeutige Formulierung und vermeiden Sie Fragen mit Interpretationsspielraum und Doppeldeutigkeiten.

"Welcher Lösungsansatz ist für Sie sowie für andere Abteilungen passend?"

Sie bringen durch solche Fragen den Teilnehmer in die Lage, zwei Fragen mit einer Antwort abdecken zu müssen. Hier sollte in einer Frage nach Lösungsansätzen für eine kenntlich gemachte Abteilung gefragt werden, um eine präzise Antwort zu ermöglichen.

"Wie gut oder weniger gut eignet sich die Maßnahme X für Ihren Fachbereich?"

Auch aus dieser Frage sollten eher zwei einzelne Fragen formuliert werden, welche sich auf einmal auf die guten und einmal auf die weniger guten Aspekte beziehen.

Lösung:

Formulieren Sie Ihre Fragen klar und eindeutig.
Beim Befragten dürfen keine Verständnisprobleme aufkommen.


5. Die Frage ist eine Fangfrage.

Fangfragen sind so konstruiert, dass ein Teil der Antwort bereits in der Frage steckt.

"Welche Suchmaschinen haben Sie bei der Informationssuche genutzt?"

Diese Frage impliziert, dass Suchmaschinen zur Informationssuche genutzt worden sind und schließt mögliche andere Quellen im Vorfeld aus. Besser sähe die Frage wie folgt aus:

"Wo suchen Sie nach Informationen?"

Diese Frage bietet dem Lernenden die Freiheit, sein Suchverhalten unvoreingenommen zu reflektieren und wahrheitsgemäß zu antworten.

Lösung:

Die Art der Fragestellung darf die Antwort nicht beeinflussen.

6. Die Frage ist eine Suggestivfrage.

Suggestivfragen beeinflussen den Kursteilnehmer in eine Richtung.

"Sind die Formen in der gerade gezeigten Grafik grün oder blau gewesen?"

Diese Frage sagt bereits, dass die gesuchten Farben grün oder blau gewesen sein sollen. Sie schließt aus, dass der eLearning Kursteilnehmer eine andere Farbe gesehen haben könnte.

"Welche Farbe hatten die Formen in der gerade gezeigten Grafik?"

Wäre eine zielführendere Art der Formulierung. Sie schiebt die beantwortende Person in keine inhaltliche Richtung sondern lässt die Antwort komplett offen.

Lösung:

Fragen müssen neutral formuliert sein und dürfen keine Wertung beinhalten.

Checkliste: Sind Ihre eLearning Fragen richtig gestellt?

Nun wissen Sie, welche Feinheiten Sie bei der Formulierung von Fragen beachten müssen um Ihr eLearning erfolgreich aufzusetzen. Die folgende Liste soll Ihnen hierzu einen Überblick liefern:

  1. Formulieren Sie sprachlich klar und eindeutig.
  2. Ihre Frage darf keine Wertung beinhalten und muss neutral formuliert sein.
  3. Über- und unterfordern Sie die Teilnehmer nicht.
  4. Gestalten Sie Fragen offen, um ja / nein Antworten zu vermeiden.

Anhand dieser Liste können Sie Ihr eLearning prüfen und ggf. nachjustieren.

Sie wollen eLearning in Ihrem Unternehmen einführen? Diese 6 Tipps verraten wie es funktioniert »

 

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Wir wünschen Ihnen für Ihr eLearning Projekt viel Erfolg!

 

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