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Lernsoftware fuer Unternehmen

Lernsoftware – Die Chance für Ihren Betrieb!

Liesa Wieruch
7. Oktober 2021

Erleichtern Sie das Lernen in Ihrem Betrieb und setzen Sie auf ein Lernprogramm, auch Lernsoftware genannt. Wir zeigen Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Weiter- und Fortbildungen im Unternehmen sind von äußerster Wichtigkeit. Sie steigern die Attraktivität des Unternhemens für potentiell neue Mitarbeiter:innen und erleichtern so das Recruiting.

Die Schulungen und Trainings vermitteln den bereits Beschäftigten ein Gefühl der Wertschätzung und geben ihnen Chancen, die eigene Karriere voranzutreiben. Sie erleichtern außerdem den Arbeitsalltag mit neuen Kenntnissen und Wissen, das in die Praxis umgesetzt werden kann. So entsteht eine engere Bindung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter:innen.

Betriebliche Weiterbildungen steigern außerdem die Leistungsfähigkeit und Produktivität der Einzelnen. Dies trägt zum Geschäftserfolg und der betrieblichen Wertschöpfung bei.

Einfach von unterwegs lernen mit der Karteikarten-Lernsoftware von BrainYoo.

Doch wie sollten Sie Ihre Mitarbeiter:innen am besten schulen? Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Lernsoftware!

Im Folgenden besprechen wir, was es mit den Lernprogrammen auf sich hat und für wen sich der Einsatz einer Lernsoftware lohnt.

Was ist eine Lernsoftware?

Der Begriff Lernsoftware setzt sich aus den Wörtern Lernen und Software zusammen – und genau darum geht es auch. Eine Lernsoftware ist ein Computer-Programm, das Wissen und/oder Fähigkeiten vermittelt. Wenn Lernsoftware verwendet wird, spricht man von E-Learning (einem computergestützten Lernen).

Ein Französisch-Vokabeltrainer ist zum Beispiel eine Lernsoftware. Ebenso eine Lernsoftware ist eine App, die den richtigen Umgang mit einer bestimmten Maschine in einem Unternehmen beibringt.

Seit wann gibt es Programme zum Lernen?

Es wird angenommen, dass der Einsatz von Lernsoftware in 1943 begann. US-amerikanische Piloten wurden mit der von G. W. A. Drummer entwickelten Radartrainer Typ 19 Software für Flüge geschult. Das Lernprogramm bediente sich dabei Analogrechnern, um die Flüge zu simulieren. Als erster voll funktionsfähiger Flugsimulator gilt der von Curtiss-Wright in 1948 vorgestellte.

Anschließend dauerte es noch einmal zwölf Jahre bis ein komplettes Lernsystem entstand. 1960 kam PLATO (Programmed Logic for Automated Teaching Operations) an der Universität in Illinois zum Einsatz, mit einem Kursangebot für Stundent:innen, aber auch Schüler:innen der lokalen Schulen. 1963 folgte ein von IBM und der Universität Stanford entwickeltes Lernprogramm, welches das gesamte Curriculum der Grundschule abbilden konnte. Von dieser Lernsoftware profitieren zunächst Schüler:innen in Kalifornien und Mississippi. Aus der Software-Partnerschaft entstand CCC (Computer Curriculum Corporation) und später Pearson Education Technologies.

Das Computer History Archives Project stellt PLATO vor.

Ein weiterer Vorreiter der Lernsoftware war in 1969 Mitre Corporation. Ihr TICCIT (Time-shared, Interactive, Computer-Controlled Information Television) war ein interaktives Kabelfernseh-System, das unter anderem Student:innen US-amerikanischer Hochschulen Fremdsprachen beibrachte.

Mit den ersten Personal Computern in 1975 auf dem Markt begann die Entwicklung von Lernsoftware auch unabhängig von Großrechnern.

Was kann man mit einer Lernsoftware erreichen?

Mit einer Lernsoftware kann das Lernen vereinfacht, unterstützt und effektiver gestaltet werden. Dabei können Personen Wissen und Fähigkeiten neu erlernen, entdecken, sowie üben und festigen.

Eine Einteilung in Lernkategorien in Abhängigkeit der Art des Lernens nahmen Reschitzki und Gurtner in 1997 vor:

lernsoftware-kategorisierung-lernformenIn diese Kategorien lässt sich die Lernsoftware einteilen. (Quelle: Mohr, Paul Thomas 2003: Computerunterstützter Unterricht in der Grundschule)

Die Einteilung ist dabei nicht in Stein gemeißelt zu verstehen. Lernformen können sich durchaus überschneiden und ergänzen. Aus der Art, wie eine Person lernen kann, ergeben sich die drei Lernsoftware-Arten: Übungsprogramme, tutorielle Programme und offene Programme.

Zu den Übungsprogrammen gehören zum Beispiel Lernspiele, die bereits gelerntes Wissen festigen. Hier muss eine Person beispielsweise etwas Gelerntes anwenden, um das nächste Level im Spiel zu erreichen. Auch ein sogenanntes Drill-Programm ist möglich, bei dem Wissen immer und immer wiederholt wird, bis es sitzt. Das kann über Lernkarten funktionieren:

Suzan Fitzell bespricht Drill & Practice anhand von Lernkarten.

Tutorielle Programme bringen im Gegensatz zu den Drill & Practice Programmen auch neue Lerninhalte bei. Unterschieden wird zwischen konventionellen und intelligenten tutoriellen Systemen. Die intelligenten legen auf die konventionellen tutoriellen Systeme noch eine Schippe drauf: sie sollen das Lernverhalten und die Lernvoraussetzungen des Einzelnen analysieren. Anschließend passen sie die Lerninhalte mithilfe von künstlicher Intelligenz so an, dass die Person perfekt lernen kann.

Die Intelligenten Tutoriellen Systeme (ITS) sollen einen digitalen, intelligenten und personalisierten “Tutor” bereitstellen, der oder die die lernende Person unterrichtet.

Das University of Washington ALACRITY Center entwirft ein ITS zur Vermittlung von Kernkonzepten der Psychotherapie.

Mit dem ITS des UW ALACRITY Centers werden Student:innen der Psychologie und angehende Psychotherapeuten bei dem Lernen von Kernkonzepten der Psychotherapie unterstützt. Was bedeutet zum Beispiel Empathie und wann kommt sie zum Einsatz?

Jetzt haben wir Beispiele aus zwei Kategorien der Lernsoftware gesehen. In der dritten Kategorie folgen die offenen Programme, bei denen Lernen als explorativer und entdeckender Prozess stattfindet.

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Man kann bei den offenen Programmen zwischen Hypermedia-Lernumgebungen, Simulationen und Lexika unterscheiden.

Hypermedia bezeichnet Multimedia wie Text-, Bild, Ton- und Video-Elemente, die miteinander über Hyperlinks verknüpft sind. Hypermedia-Lernumgebungen sind also eine nichtlineare Form des Lernens, bei dem die Person selbst entdeckt und vorantreibt.

Ronen Cohen zeigt die Vorteile von Hypermedia für das Lernen auf.

So kann eine Lernsoftware, die Hypermedia verwendet, zum kritischen und kreativen Denken anregen. Auch Simulationen und Lexika helfen dabei, Fähigkeiten wie Problemlösungskompetenzen zu erlernen. Gleichzeitig kann aber auch Wissen vermittelt werden.

Insgesamt bietet eine Lernsoftware verschiedene Möglichkeiten, Personen eine Fähigkeit oder Wissen beizubringen. Dabei werden Lerninhalte selbst erschlossen, geübt und gefestigt oder neu erlernt.

Für wen eignet sich eine Lernsoftware?

Eine Lernsoftware entlastet vor allem das Lehrpersonal. Ein:e Expert:inn muss einen Kurs so nur einmal digitalisieren. Anschließend können beliebig viele Personen die Kursinhalte mit Hilfe der Lernsoftware erlernen.

Besonders ist außerdem, dass die Lernsoftware orts- und zeitunabhängig verwendet werden kann. Für verteilte Teams lohnt sich der Einsatz von Lernsoftware, da so alle ohne Reiseaufwand auf den gleichen Stand gebracht werden können.

CASIO stellen die Mathematik-Lernsoftware ClassPad Learning vor.

À propos gleicher Stand: Bei einer Lernsoftware wissen Sie, was die Personen lernen werden. Das Programm steht fest und am Ende können Sie das Gelernte über einen Test oder eine Prüfung abfragen. Sie können von den Mitarbeiter:innen bestimmte Wissen und Fähigkeiten erwarten, die im Arbeitsalltag benötigt werden.

Sitzen die Lerninhalte noch nicht, können bestimmte Lerneinheiten einfach wiederholt werden. Die Lernsoftware eignet sich für das neu Erlernen von Wissen, ebenso aber auch für eine Auffrischung.

Die Fahrschule Arnold empfiehlt ihren Schülern die Lernsoftware Click & Learn 360° von Degener.

Sie können außerdem eine Lernsoftware konzernweit anbieten, um darüber Mitarbeiter:innen der verschiedensten Abteilungen zu schulen. Steht dieses Programm einmal als Anlaufstelle für das Lernen fest, assoziieren die Mitarbeiter:innen den mentalen Zustand des Lernens mit der Lernsoftware. Sie können sich sobald sie das Programm öffnen besser konzentrieren und sind bereit für die Wissensaufnahme.

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Eine Lernsoftware eignet sich also für Unternehmen, die Ihre Mitarbeiter:innen gezielt und strukturiert weiter- und fortbilden möchten.

Die Personen können orts- und zeitunabhängig lernen, werden von der Software in ihrem Lernverhalten unterstützt und erhalten einen zentralen Ort für das Lernen. Die Software wirkt aufwendiger und professioneller als beispielsweise ein Textbuch. Sie zeigt, dass dem Unternehmen das Talentmanagement der eigenen Mitarbeiter wichtig ist und motiviert diese, eine positive und produktive Lernkultur anzustreben.

Christopher Könitz zeigt, wie mit Moodle eigene Lernprogramme entstehen.

Zusätzlich lassen sich Fortschritte des Lernens über eine Software gut messen und auswerten. So können der Return-on-Investment für bestimmte Schulungen und Trainings bestimmt werden. 

Des Weiteren sind Sie in der Lage, die Teilnehmer:innen um Feedback zu bitten. Dieses kann automatisch über die Lernsoftware geschehen. Die so erhaltenen Rückmeldungen fließen in die Weiterentwicklung des Programms ein. So können Sie sicher sein, dass Ihre Mitarbeiter:innen genau das lernen, was sie benötigen und genau auf dem für sie passenden Weg.

Woran erkennt man eine gute Lernsoftware?

Wie finden Sie das Programm, das den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter:innen am besten gerecht wird? Der Prozess beginnt mit einer Analyse eben dieser Bedürfnisse.

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Wer ist die Zielgruppe für die Lernsoftware? Wie lernen diese Personen am besten? Welche Inhalte sollen vermittelt werden? Handelt es sich dabei um äußerst komplexes Wissen oder einfache Inhalte, die in kurzen Videos vermittelt werden können? Wie wichtig ist der Lernprozess für Ihr Unternehmen, beziehungsweise welches Budget können Sie veranschlagen? Möchten Sie auf ein ITS mit künstlicher Intelligenz setzen oder reicht ein Drill & Practice Programm?

Kurze Erklärvideos helfen dabei, Fragen wie “Woher kommt eigentlich der Strom?” zu beantworten.

Bevor Sie beurteilen können, ob eine Lernsoftware “gut” ist, müssen Sie also zunächst festlegen, was gut für Sie bedeutet. Stellen Sie eine Bedarfsanalyse auf und legen Sie Kriterien fest, die eine Lernsoftware erfüllen muss.

Im Allgemeinen sollte eine gute Lernsoftware inhaltlich richtig sein. Es muss außerdem die Option bestehen, Inhalte aufzufrischen, damit die Software nicht veraltet.

ModelMyMind besprechen die 10 Bedienbarkeits-Prinzipien nach Jakob Nielsen.

Eine ansprechende Benutzeroberfläche mit guter Bedienbarkeit ist ebenfalls wichtig. Werfen Sie einen Blick auf Barrierefreie Designs, um auch wirklich alle Ihre Mitarbeiter:innen zu unterstützen.

Ferner sollte der Schwierigkeitsgrad entweder einstellbar sein, oder anhand von verschiedenen Modulen erkennbar sein. So langweilen sich Teilnehmer:innen nicht oder sind überfordert. Jede Person wird an ihrem Wissensstand abgeholt.

Wenn die Lernsoftware Test und Prüfungen anbietet, sollte das Feedback nicht nur aus “richtig” und “falsch” bestehen. Eine Begründung muss her! Erklären Sie, warum diese Antwort falsch war, geben Sie weiterführende Informationen und Tipps. So wirken die Tests nützlich und machen Spaß.

VIWIS bieten ein Lernprogramm, welches Führungskompetenzen vermittelt.

Eine gute Lernsoftware zeigt den Teilnehmer:innen außerdem an, welchen Fortschritt sie bereits gemacht haben und an welcher Stelle im Programm sie sich befinden. Die Navigation und Struktur trägt dazu bei, dass auch das Gelernte besser strukturiert im Gehirn der Teilnehmer:innen aufgenommen werden kann.

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Als Lehrender sollten Sie den Fortschritt ebenfalls einsehen können. Gute Lernprogramme bieten eine Reporting-Funktion, die Ihnen mitteilt, wie der Kurs ablief. Wie viele Teilnehmer:innen haben den Test bestanden, wie lange benötigen die Mitarbeiter:innen im Durchschnitt für den Kurs, zu welchen Tageszeiten wird die Lernsoftware genutzt, an welchen Geräten, etc. Je mehr Einblicke in den Lernprozess Sie gewinnen können, desto besser. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Mitarbeiter:innen in Zukunft noch besser zu fördern.

Bei der Wahl der richtigen Lernsoftware kommt es schlussendlich jedoch auf Ihre Zielgruppe und die zu vermittelnden Lerninhalte an. Diese bestimmen, ob Sie zum Beispiel auf eine mobile App mit kurzen Erklärvideos setzen sollen oder ein System mit künstlicher Intelligenz und Augmented Reality ab sofort Ihre Mitarbeiter:innen schult.

Fazit: Lernsoftware – Die Chance für Ihren Betrieb!

Weiter- und Fortbildungen im Unternehmen sind wichtig. Eine Lernsoftware hilft Ihnen dabei, Wissen und Fähigkeiten perfekt an Ihre Mitarbeiter:innen zu vermitteln.

Sie haben Fragen? Dann melden Sie sich gerne unverbindlich bei uns. Gerade bei dem Einsatz von Videos in Lernprogrammen sind wir Ihr Experte!

Zusammen finden wir die richtige Lernsoftware für Ihre Mitarbeiter:innen »

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