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Video-Marketing: Die 6 größten Fehler, und wie Sie sie vermeiden

Liesa Huppertz
18. Januar 2019

Sie möchten das Medium Video in Ihre Marketing-Strategie einbinden und nun endlich Ihren eigenen Film produzieren? Wir verraten Ihnen die 6 häufigsten Video-Marketing Fehler, die Sie dabei von vornherein vermeiden können.

Keine Lust zu lesen? Artikel hier anhören:

Schnell zum passenden Abschnitt:

Videos sind auf dem Vormarsch: 4 von 5 Unternehmen nutzten im Jahr 2018 Video in ihrer Marketing Strategie und bis 2020 werden Videos sagenhafte 82% des Internet Traffics ausmachen.

Nicht ohne Grund: Denn wir alle lieben Videos.

Für Unternehmen steigert die Einbindung eines Videos auf einer Landingpage die Conversionrate um sagenhafte 80%, Seiten mit Videos landen in der Suchmaschine 53x wahrscheinlicher an erster Stelle, und knapp 3 von 4 befragten Usern ziehen Videoinhalte bloßem Text vor. 

Nun allerdings im Handumdrehen ein Video zu erstellen, das sich viral verbreitet und Ihre Verkaufszahlen in die Höhe schießen lässt, ist natürlich Wunschdenken. Denn pro Minute werden 400 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen. Da aus der Masse herauszustechen, bedarf also einiges an Kreativität, Strategie und auch ein wenig Glück.

Zentrale Elemente eines erfolgreichen Videos: Storytelling und Emotionen, wie bei Always #LikeAGirl Kampagne.

Wie stellen Sie also sicher, dass Ihr Video bei all der Konkurrenz die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe gewinnt?

In diesem Artikel beginnen wir ganz vorne, und stellen Ihnen die 6 häufigsten Fehler im Video-Marketing vor, und wie Sie diese vermeiden.

#1 Es mangelt an Strategie.

Es mag offensichtlich erscheinen, aber vor allem sollten Sie eines wissen: Warum produzieren Sie Ihr Video?

Einer der größten Fehler, den Sie im Video-Marketing begehen können, ist, mit dem Drehen zu beginnen, ohne sich wirklich über Ihre Zielsetzung im Klaren zu sein. Da kann Ihr Video noch so lehrreich und unterhaltsam sein – wenn keine Strategie dahinter steckt, wird es voraussichtlich keinen erkennbaren Effekt erzielen.

Die Lösung: Zielsetzung definieren & Analytics überwachen.

Bevor Sie mit der Produktion in irgendeiner Art und Weise beginnen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Warum soll dieses Video erstellt werden?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Was ist das Ziel des Videos (z.B. Klicks, Conversions, Reichweite)?
  • Welches Budget steht zur Verfügung?

Ohne die Beantwortung dieser Fragen kann es schonmal vorkommen, dass die Zeit- und Kosten-Faktoren Ihres Video-Projekts in die Höhe schnellen und am Ende etwas dabei rauskommt, mit dem Ihre Zielgruppe nicht einmal etwas anzufangen weiß.

Ein ganzheitliches Marketing-Konzept: Heineken punktet mit guter Story und Hashtag-Kampagne.

Genauso gehört zu Ihrer Video-Strategie die Einbindung in Ihre übrigen Marketing Bemühungen. Dabei helfen beispielsweise folgende Fragen:

  • Wie passt es zu anderen Beiträgen, die Sie auf Social Media oder auf Ihrem Blog veröffentlichen?
  • Mit welchen Methoden wollen Sie Ihr Video vermarkten? Kommen bezahlte Ads infrage?
  • Lässt sich ein spezieller Hashtag für Ihre Kampagne etablieren?
  • Benötigen Sie zusätzliche Teaser-Videos, die etwa auf Instagram oder YouTube als Werbung geschaltet werden können, um Traffic zum vollen Video zu leiten?

Zusätzlich sollten Sie Ihre Video Analytics überwachen, um gegebenenfalls Anpassungen für Ihre bezahlten Ads und in zukünftigen Projekten vorzunehmen. Zu den wichtigsten Video Kennzahlen gehören etwa die Anzahl der Views, die Abspieldauer, und Anzahl der Klicks auf Ihrem Call-to-action.

Tipp: 
Binden Sie Ihr Video ganzheitlich in Ihre Marketing-Strategie ein, und nehmen Sie auf Grundlage der Analytics ggf. Anpassungen vor. Diese Einsichten erlauben Ihnen festzustellen, welche Video-Inhalte gut funktionieren und welche nicht, und was für Projekte sich in Zukunft zu verfolgen lohnen.

#2 Das Video zielt nur auf den Verkauf ab.

Wir steigen direkt mit einem der häufigsten Fehler ein: Das Video ist zu werblich, versucht sich nur am “hard sell”, dem harten Verkauf, und klopft sich selbst zu stark auf die eigene Schulter. Kurz gesagt: Eine recht plumpe Werbung.

Stellen Sie sich vor, dass Sie in Ihrem Newsfeed über ein Video stolpern - was hält Ihre Aufmerksamkeit, und wo scrollen Sie sofort weiter?

Die Lösung: Erstellen Sie informative und unterhaltsame Inhalte.

Anstatt zu verkaufen, sollte Ihr Video als allererstes eines: Unterhalten und informieren. Ihre Zielgruppe soll sich nach dem Ansehen mehr wünschen, und wieder auf Ihre Seite zurückkehren.

Dies erreichen Sie, indem Sie Ihrem Zuschauer Informationen mitgeben, die sie vorher noch nicht kannten, und sie in eine gute Geschichte verpacken. Wir erinnern uns immerhin 22-mal besser an eine Information, wenn sie in eine Geschichte eingebettet wurde.

Adressieren Sie das konkrete Problem Ihrer Zielgruppe, und wie Sie es mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung lösen. Dies könnte zum Beispiel ein Erklärvideo sein, in dem eine tatsächliche Wissensvermittlung stattfindet, oder Sie erzählen eine emotionale Geschichte, die dem Zuschauer für den Rest des Tages im Gedächtnis bleiben wird. Ihr Produkt darf und soll natürlich trotzdem vorkommen - aber eben in diesem Rahmen eingebunden.

Für einen sicheren Straßenverkehr: In Volvos emotionalem Video kommt das Produkt erst am Ende zur Sprache.

Haben Sie auch im Hinterkopf, welche Art von Videoinhalten Ihre Zielgruppe mit Freunden und Familie teilen wird. Desto größer der Mehrwert und die Unterhaltsamkeit Ihres Videos, desto wahrscheinlicher wird es sich verbreiten.

Tipp: 
Ein gutes Video muss den Kunden nicht direkt zum Verkaufsabschluss führen, sondern zunächst seine Aufmerksamkeit halten. Setzen Sie dafür packendes Storytelling ein, um Ihren Zuschauer gleichzeitig zu informieren und zu unterhalten.

#3 Der Vorteil des Produkts wird nicht klar.

Das kennen Sie sicher auch: Sie schauen sich ein beliebtes Video auf YouTube an, und am Ende - nichts weiter. Unterhaltsam, schön und gut, und weiter geht’s. Oder anders gesagt: Ein Video kann zwar zum viralen Hit werden, aber ohne einen Bezug zum Unternehmen oder dessen Angebot nützt es der Marke auch nicht. Sie sollten natürlich trotzdem nicht nur plump sich selbst bewerben - aber ein potenzieller Lead soll schließlich auch weiter den Weg durch Ihren Sales Funnel finden.

Die Lösung: Planen Sie für jede Stufe Ihres Sales Funnels.

Nehmen Sie einen Schritt zurück, und schauen Sie auf Ihre Buyer Persona, Ihren idealen Kunden. Was sind Fragen, die er sich häufig stellt, welches Problem muss er lösen? Schließlich wollen Sie Ihren Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern ihn genau auf Ihre Lösung aufmerksam machen.

Stimmen Sie Ihr Video auf genau den Punkt ab, an dem sich Ihr potenzieller Kunde gerade befindet. So unterstützen Sie seine natürliche Customer Journey und führen ihn optimal durch Ihren Sales Funnel.

Geht es beispielsweise um die erste Stufe Ihres Funnels, in dem Sie Aufmerksamkeit generieren, eignen sich animierte Erklärvideos.

Mithilfe einer Keyword Recherche wählen Sie für Ihr Video ein Thema, dass die Fragen Ihrer potenziellen Leads beantwortet. Wenn Ihr Video dies zufriedenstellend tut, werden Ihre Besucher wahrscheinlicher weiterlesen, mehr Ihrer Inhalte konsumieren und - idealerweise - konvertieren.

Ein konkretes Problem unterhaltsam erklärt und gelöst: Die BLKB nutzt dafür ein animiertes Erklärvideo (produziert von Mynd).

Fazit: 
Balancieren Sie Unterhaltungswert, Information und Ihre Produktplatzierung, um Ihre Botschaft effektiv zu vermitteln. Richten Sie Ihr Video an der Stufe Ihres Sales Funnels aus, und unterstützen Sie so die natürliche Customer Journey Ihres potenziellen Kunden.

#4 Das Video ist nicht unterhaltsam.

Typischerweise wird der Inhalt eines Unternehmensvideos von einem internen Mitarbeiter geschrieben, statt eines professionellen Video-Skriptschreibers – und dadurch klingt der Text schnell steif und langweilig.

So knüpfen wir also unmittelbar an Punkt 1 unserer häufigsten Video-Marketing Fehler an - dass Zuschauer informiert und unterhalten werden wollen. Was also auch gar keinen Fall aufkommen darf, ist ein Gefühl von Langeweile.

Faktoren, die Langeweile begünstigen, sind etwa die Aneinanderreihung nüchterner Fakten - diese sollen, auch im Hinblick auf das Storytelling Ihres Videos, unbedingt vermieden werden.

Die Lösung: Inhalte auf Zielgruppen abstimmen.

In erster Linie geht es darum, dass Sie Ihre Zielgruppe auf optimale Art und Weise ansprechen, indem Ihre Inhalte etwa ihrem Humor und ihren Unterhaltungsvorlieben entsprechen.

Das Video von Sixt spricht genau den Humor seiner Zielgruppe an, wie über 646.000 Views bestätigen.

Darüber hinaus können Sie versuchen, das verfasste Skript einmal laut vorzulesen oder gar komplett durchzuspielen. Achten Sie darauf, ob es natürlich und nicht zu gestellt klingt.

Dazu gehört ebenso, dass Ihre Schauspieler genau wissen, was sie tun sollen, und sich in ihrer Rolle wohl fühlen - vor allem, wenn es sich hier um tatsächliche Angestellte oder Kunden anstatt professioneller Schauspieler handelt.

Um wirklich sicher zu gehen und den Einfluss der “Betriebsblindheit” eines internen Mitarbeiters zu vermeiden, lohnt es sich, eine professionelle Videoagentur mit dem Projekt zu beauftragen. Auf diese Weise erhalten Sie ein Video, das hundertprozentig auf Sie abgestimmt ist, Ihre Botschaft vermittelt und trotzdem garantiert unterhaltsam ist.

Fazit: 
Vermeiden Sie Steifheit und stimmen Sie Ihre Kommunikationsmittel auf Ihre Zielgruppe ab. Wenn Sie sich darüber unsicher sind oder Betriebsblindheit befürchten, greifen Sie lieber auf eine professionelle Agentur zurück.

#5 Die Informationsflut ist zu groß.

Wir halten fest: Sie wollen Ihre Zuschauer informieren und unterhalten. Dies sollte Sie allerdings nicht dazu anregen, so viele Informationen wie möglich in Ihrem Video unterzubringen - und seien diese noch so wertvoll und interessant.

Denn sonst überfordern Sie Ihre Zuschauer mit der Komplexität der Fakten. Denken Sie daran: Sie kennen Ihr Produkt in- und auswendig - Ihr Zuschauer sieht es gerade zum ersten Mal. Zu viele Informationen, sowie im Übermaß eingesetzte visuelle Elemente und auffällige Grafiken werden Ihr Publikum eher ablenken.

Die Lösung: Prägnante Aussagen & Video-Format gänzlich ausnutzen.

Unser Gehirn verarbeitet Video rund 60.000x schneller als reinen Text - in der heutigen schnelllebigen Multitasking-Zeit ist Video also das Format schlechthin, Inhalte auf die effektivste Art und Weise zu vermitteln.

Dabei ist der Sinn Ihres Videos, komplexe Informationen in verständliche Bausteine runterzubrechen, die Ihr Publikum schnell und einfach konsumieren kann. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen das Video-Format zur Verfügung stellt - ohne es zu übertreiben.

Der Komfort Check-In der deutschen Bahn: Erklärt den Prozess auf simple Art und Weise (produziert von Mynd).

Dies sind einige Tipps, auf die Sie für ein leicht verständliches Video achten sollten:

  • Nutzen Sie einheitliche Illustrationen und Animationen .
  • Erklären Sie Konzepte mit visuellen Elementen, anstatt reinem Text.
  • Verwenden Sie einfache Sprache und wenige Fachbegriffe.
  • Binden Sie ein abschließendes Fazit ein, das die wichtigsten Vorteile zusammenfasst.
  • Geben Sie dem Zuschauer durch Call-to-action oder Kontaktinformationen die Möglichkeit, weitere Informationen zu erhalten.

Tipp: 
Versuchen Sie nicht, alle verfügbaren Informationen in ein Video zu quetschen, sondern halten Sie sich an eine zentrale Kernaussage. Untermalen Sie diese durch einheitliche visuelle Elemente, ohne dabei zu komplexe Darstellungen zu verwenden.

#6 Die Länge stimmt nicht.

Seit dem Jahr 2000 ist die Aufmerksamkeitsspanne von 12 auf heute nur noch 8 Sekunden gesunken. Niemand hat viel Geduld oder Zeit, sich ein langes Video anzusehen, dass sein Interesse nicht weckt. Aber was ist denn nun die optimale Länge?

Tatsächlich sind 75% aller im letzten Jahr veröffentlichten Videos kürzer als 2 Minuten. Kein Wunder also, dass sich die mystische 2-Minuten Regel standhaft als optimale Videolänge in der Marketing Industrie hält. Oft lautet die Devise: Je kürzer, desto besser.

Das muss nicht unbedingt stimmen - denn wenn Ihr Inhalt überzeugend ist, kann das Video gerne auch länger laufen. Gerade wenn das oberste Ziel Informationsvermittlung ist, sollten Sie den Inhalt nicht zwanghaft zu komprimieren versuchen.

Die Lösung: Videolänge auf Einsatzort und Zielsetzung abstimmen.

Zu den am häufigsten produzierten Unternehmensvideos zählen Erklärvideos, Demos, Produktvideos und Webinare. Das bedeutet: Die optimale Videolänge hängt vor allem von Zielsetzung und Einsatzort ab. Schließlich verfolgt ein tiefgehendes Webinar zu einem neuen Produkt ein ganz anderes Ziel als ein markanter 15-sekündiger TV Spot.

videolaenge-uebersicht

Die richtigen Videolänge für jeden Einsatzort: Hier haben wir Ihnen die optimalen Laufzeiten zusammengefasst.

Lassen Sie sich also genug Zeit, um die gewünschten Informationen zu vermitteln, ohne unnötig auszuschweifen. Wenn Sie das beherzigen, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gute Videolänge für Ihr Thema finden.

Achten Sie außerdem darauf, in den ersten Sekunden zu überzeugen. Die durchschnittliche Anzeigedauer in den sozialen Medien beträgt nur 1,7 Sekunden. Ganz gleich, wie lang Ihr Video letztendlich ist, wichtig ist vor allem eines: Stellen Sie direkt zu Beginn so präzise wie möglich das Thema und den daraus entstehenden Mehrwert für den Zuschauer Ihres Videos dar.

Mit optimaler Länge für Landingpage & Events: Der Imagefilm von Massivmöbel24.de (produziert von Mynd).

Sind Sie auf der Suche nach weiteren Informationen? Hier haben wir Ihnen die optimale Videolänge für jeden Einsatzort zusammengefasst >>

Und wenn es deutlich zu lang für Ihren beabsichtigten Einsatzort ist, unterteilen Sie es einfach in mehrere Videos. Auf diese Weise verfügen Sie gleichzeitig über mehr Content zum Vermarkten.

Tipp: 
Seien Sie sich zunächst über Zielsetzung und Einsatzort Ihres Videos im Klaren,  bevor Sie über dessen Länge entscheiden. So oder so sollten Sie darauf achten, Ihren Zuschauer bereits in den ersten Sekunden zu fesseln.

Wann starten Sie mit Ihrem Video-Marketing?

Sie kennen nun die häufigsten und größten Fehler, die Anfängern im Video-Marketing passieren können – und wissen, wie Sie diese vermeiden. Damit sind Sie also optimal gewappnet, um mit der Planung und Produktion Ihres eigenen Videos zu beginnen!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Projekt.

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