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So finden Sie die richtigen Video Uebergaenge für Ihr Video

Kreative Videoübergänge – So finden Sie die richtigen für Ihr Video

Liesa Huppertz
24. September 2020

Wenn Sie zu viele verschiedene Übergänge durcheinander oder gar die falschen für Ihr Video auswählen, outen Sie sich sofort als Amateur. Wir helfen Ihnen dabei, genau die richtigen Übergänge für ein professionelles Video zu finden.

Keine Lust zu lesen? Kein Problem. Hören Sie einfach unseren Blogcast:

 

Die Art und Weise, wie eine Szene eines Videos zur nächsten wechselt, nennt man Videoübergang. Beginnt zum Beispiel der zweite Videoclip sofort nach dem ersten, sprechen wir von einem harten Schnitt (auf Englisch „Cut”).

Videoübergänge setzen die Stimmung, unterstützen die Handlung Ihres Videos und helfen Ihnen bei Perspektivwechseln. Kurzum: Sie ermöglichen es Ihnen, Ihre Marketingbotschaft an den Kunden zu bringen.

Einen gekonnten Einsatz verschiedener Videoübergänge zeigt Leonardo Dalessandri in dem Video „Watchtower of Turkey”.

Wir haben hier für Sie eine Übersicht, um Ihr Wissen über Videoübergänge aufzufrischen.

Anschließend gehen wir darauf ein, welche Übergänge sich wann anbieten, was Sie auf keinen Fall tun sollten, und was professionell wirkt.

Lassen Sie uns direkt mit dem Überblick beginnen.

Welche Übergänge gibt es?

Wir besprechen jetzt mit Ihnen die existierenden Übergänge, die Sie für Ihr Video nutzen können. Unter jedem Abschnitt finden Sie ein Beispielvideo, das den Übergang veranschaulicht. Wir beginnen mit dem einfachsten Videoübergang, dem Jump Cut. 

Jump Cut.

Oft als Jump Cut, Cut, oder harter Übergang bezeichnet, steht für einen Übergang, bei dem einfach ein Clip an den nächsten gereiht wird. Dies ist die einfachste Art von Übergang und Sie werden Jump Cuts in fast jedem Video wiederfinden.

Der Werbespot „Dream Crazier” von Nike besteht aus einer Reihe von Jump Cuts.

Die einzelnen Cuts erzeugen in dem Spot eine Dynamik und verbinden die verschiedenen Drehorte miteinander. Ebenfalls eine Dynamik können Sie mit Zoom-Übergängen erzeugen:

Zoom-In/Out.

Bei dem Zoom-Übergang vergrößern oder verkleinern Sie die Szene. Dies können Sie auf hektische Art und Weise wie in dem folgenden Clip gestalten, oder sich dabei Zeit lassen, um eine ruhigere Stimmung zu erzeugen.

Edgar Wright’s hektische Verwendung des Zoom-Übergangs peppt hier die gezeigte Morgenroutine auf.

In diesem Clip sehen Sie, wie Sie einem Video durch Zoom-Übergänge eine Dynamik und sogar einen Anflug von Komödie verleihen.

Ein andere Art der Ein- oder Ausblendung von Szenen ist der Fade-In/Out Effekt:

Fade-In/Out.

Bei einem Fade-Out blenden Sie die Szene automatisch in einen Bildschirm mit einer einzigen Farbe aus.

Meistens ist der farbige Hintergrund schwarz oder weiß. Erinnern Sie sich zum Beispiel an das Ende eines Kinofilms. Die Szene geht häufig langsam in einen schwarzen Hintergrund über, auf dem anschließend der Abspann erscheint.

Hier sehen Sie am Beispiel von Filmora, wie Sie einen Fade-In/Out generieren.

Ein Fade-In passiert im Gegensatz zum Fade-Out typischerweise am Anfang eines Videos oder am Anfang einer neuen Szene. Hier blenden Sie von einem einfarbigen Hintergrund ausgehend in den gewünschten Clip über.

Ein Verblendung von zwei Clips miteinander hingegen nennt man Dissolve:

Dissolves.

Bei einem Dissolve-Übergang überlappen die zwei Szenen für einen Moment. Diesen Effekt können Sie beispielsweise verwenden, um anzuzeigen, dass Zeit zwischen zwei Szenen vergangen ist oder für einen Ortswechsel.

Der Klassiker Citizen Kane verwendet in diesem Ausschnitt einen Dissolve-Übergang.

Wipes.

Ein Wipe ist ein etwas komplexerer Übergang als die bisher vorgestellten Videoübergänge.

Er lässt sich am besten mit dem Scheibenwischer eines Autos vergleichen. Er wischt von einer Seite zur anderen und blendet dabei die neue Szene ein.

Take Me To Your Cinema hat hier alle Wipe Transitions aus Star Wars Episode IV zusammengefasst.

Wie Sie in dem Video sehen, gibt es verschiedene Arten von Wipes. Der klassische Übergang ist von rechts nach links oder links nach rechts. Sie können aber auch von oben nach unten, von der Mitte nach außen, in Form eines Sternes, Herzens oder im Uhrzeigersinn wischen.

Achten Sie nur darauf, dass der Übergang auch Ihre Video-Handlung unterstützt und nicht Fehl am Platz wirkt.

Whip-Pan.

Ein Whip-Pan blendet eine Szene auf ähnlich Art wie ein Wipe-Übergang ein, nur viel schneller. In dem folgenden Video sehen Sie Whip-Pans in Aktion.

Hier sehen Sie eine Reihe von Szenen von Biteable, verbunden über Whip-Pan-Übergänge.

Sie können mit dem Whip-Pan sehr gut zwischen verschiedenen Szenen und Drehorten wechseln. Es wirkt wie ein natürlicher Schwenk mit der Kamera.

Zuletzt gibt es noch eine Reihe an kreativen Videoübergängen, bei denen Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind:

Kreative Videoübergänge.

In Ihrem Videobearbeitungsprogramm werden Sie eine Vielzahl an Templates für kreative Videoübergänge finden: Vom Puzzle bis hin zu aufsteigenden Seifenblasen.

Der YouTube-Kanal „The Best Adobe Premiere Pro Quick Tips” erklärt den Puzzle-Übergang am Beispiel von Adobe Premiere Pro.

Diese Art von Übergängen können leicht kindlich wirken und eignen sich deshalb besonders für Kinderprodukte und -spots.

Und mit diesem Tipp lassen Sie uns direkt darauf übergehen, welchen Übergang Sie wann nutzen sollten.

Wann bieten sich welche Übergänge an?

Genau richtig gehört, in diesem Abschnitt finden Sie Tipps dazu, wann sich welcher Videoübergang eignet. Lassen Sie uns direkt in die Thematik einsteigen.

Videoübergänge für Webvideos.

Wenn Sie ein Video für eine Plattform generieren, die Dateigrößen beschränkt ist, oder Sie mit dem Video die Performance Ihrer Webseite nicht verschlechtern möchten, sollten Sie auf einfache Videoübergänge setzen.

Ein Jump Cut, bei dem einfach zwei Szenen aneinander gereiht werden, hält Ihr Video klein und eignet sich perfekt für die Einbettung auf Ihrer Webseite.

Tipp:
Achten Sie bei den Jump Cuts darauf, dass Sie zwischen verschiedenen Kameraperspektiven wechseln. So schaffen Sie Abwechslung und lenken den Zuschauer davon ab, dass Sie gerade etwas aus einer Szene herausgeschnitten haben.

Der richtige Übergang für Ihr Videoende.

Einen Fade-Out können Sie wunderbar am Ende Ihres Videos einsetzten. Er schafft ein sanftes Ende für Ihren Film. Anschließend präsentieren Sie Ihre Call-To-Actions, weiterführende Videos oder den Abspann auf einem schwarzen Hintergrund.

Wenn die Stimmung in Ihrem Video etwas zackiger ist, sollten Sie das Video mit einem harten Cut auf einen schwarzen Hintergrund beenden. Sie generieren dadurch nochmal ein letztes Momentum, dass ein aufgewecktes Gefühl erzeugt.

Bedenken Sie also bei dem Ende Ihres Videos:

  • Was präsentieren Sie in dem Abspann? Welche Call-To-Actions möchten Sie einblenden?
  • In welcher Stimmung befindet sich der Zuschauer?
  • In welche Stimmung möchten Sie den Zuschauer versetzen?

Zusätzlich können Sie natürlich auch eine andere Farbe als schwarz verwenden. Manche Filme, wie zum Beispiel Black Swan, schließen mit einem “Fade-to-White”, einem Übergang auf einen weißen Hintergrund.

Fandor zeigt, was ein Fade-Out auf einen weißen Bildschirm für ein Video bewirkt.

In diesem Video sehen Sie das Ende von Filmen, die mit einem Fade-to-White enden. Zusätzlich experimentiert Fandor mit Schlussszenen, die eigentlich mit einem Fade-To-Black enden.

Die Ausblendung zu einem weißen Hintergrund erzeugt bei vielen Filmen ein Gefühl von Mehrdeutigkeit. Man zweifelt vielleicht an, ob die Handlung bis jetzt Realität oder ein Traum war, oder man ist sich unschlüssig, wie der Film endet. Zum Beispiel bei Black Swan gibt es Verfechter der Theorie, dass die Darstellern stirbt, andere sind der Meinung, der Effekt stünde für einen Neuanfang. Generell wird das Fade-to-White häufig mit dem Tod in Verbindung gebracht.

Es kann jedoch auch, wie eben erwähnt, für den Aufbruch ins Neue stehen. Dafür filmen Sie zum Beispiel eine Person von hinten, die aus einem verglasten Bürogebäude schaut oder durch eine Tür geht. Richtig eingesetzt können Sie so ein Gefühl von Aufbruch, Hoffnung, Innovation und Spannung auf die nächsten Schritte erzeugen.

Wenn Zeit zwischen zwei Szenen vergangen ist.

Wenn Sie anzeigen möchten, dass Zeit zwischen zwei Szenen vergangen ist, eignet sich ein Dissolve-Übergang.

Ziehen Sie diesen in die Länge, entsteht der Eindruck als sei sehr viel Zeit vergangen.

Halten Sie den Übergang hingegen kurz, kann dies auch nur ein paar Minuten Wartezeiten in zum Beispiel einem Tutorial-Video signalisieren.

Die restlichen Übergangsarten setzen Sie je nach Handlung und Stimmung des Videos ein. Wählen Sie weiche und langsame Übergänge für eine ruhige Stimmung, schnellere für mehr Dynamik. Ein schneller Übergang ist zum Beispiel ein Whip-Pan oder ein schneller Zoom, ein langsamer Übergang ein Zoom oder ein Dissolve.

Was Sie zusätzlich beachten sollten? Wir haben für Sie die wichtigsten No-Gos zusammengefasst:

Das sind die No-Gos.

Jetzt geht es darum, was Sie auf keinen Fall tun sollten. Wir haben für Sie die wichtigsten No-Gos für die Nutzung von Videoübergängen zusammengefasst.

Unvollständige Übergänge.

Was genau meinen wir mit unvollständigen Übergängen? Dies passiert, wenn der Übergang länger als der vorherige Clip ist. In diesem Fall sieht der Zuschauer während dem Übergang kurz einen schwarzen Hintergrund bevor es weitergeht.

Stellen Sie also sicher, dass das ursprüngliche Material lange genug ist für Ihren Übergang oder passen Sie die Übergangszeit an.

Ein Chaos der Videoübergänge.

Ein weiteres No-Go sind zu viele verschiedene Übergangsarten in einem Video. Das lenkt von der eigentlichen Geschichte, die Sie erzählen möchten ab.

Außerdem wirkt es so, als haben Sie kein Konzept und setzen die Übergänge wahllos ein. Sprich, der Zuschauer bekommt den Eindruck, dass Ihr Video von Amateuren produziert wurde. Setzen Sie stattdessen auf Konsistenz und subtile Übergänge.

Sie hängen auf den Jump Cuts fest.

Gerade Anfänger bedienen sich oft dem oben vorgestellten Jump Cut. Sie schneiden von einer Szene zur nächsten und wieder zur nächsten.

Wenn Sie nur aus einer Perspektive gefilmt haben, zum Beispiel in einem Interview, kann das schnell langweilig und unprofessionell wirken.

Hinzu kommt: Was passiert, wenn Sie einzelne Stellen herausschneiden und kürzen müssen? Mit einem Jump Cut wird es so wirken, als springt der Befragte auf einmal von einer Haltung in die andere.

Wählen Sie hier lieber einen weicheren Übergang oder stellen Sie von Anfang an sicher, dass Sie die Szene aus zwei oder mehreren Perspektiven gleichzeitig filmen.

Tipp:
Ein Wechsel zwischen zwei unterschiedlichen Kameraperspektiven kann einen harten Jump Cut aufwerten. Der Zuschauer merkt nicht, dass Sie einen Teil aus einer Szene herausgeschnitten haben.

Um auf das Beispiel des Interviews zurückzukommen, filmen Sie die Person doch einfach von vorne und von der Seite. Oder zeigen Sie in einem Shot sogar den Interviewpartner. Müssen Sie anschließend einen Teil kürzen, können Sie mit einem Jump Cut zu einer anderen Perspektive in diesem Moment wechseln. Der Übergang wirkt jetzt gewollt und nicht zusammengeschustert.

Marcos Rocha gibt wertvolle Tipps, wie Sie Jump Cuts professionell in Ihrem Video verwenden können.

Der YouTuber Marcos Rocha zeigt Ihnen in diesem Video, wie Sie Jump Cuts richtig einsetzen und bestehende Übergänge verbessern können. Er zeigt die Bearbeitung anhand des Programms Final Cut Pro X, die gleiche Technik funktioniert aber auch bei den Bearbeitungsprogrammen iMovie, Adobe Premiere, Filmora, Sony Vegas, etc.

So wirken die Videoübergänge professionell.

Abschließend haben wir hier noch ein paar schnelle Tipps, wie Ihre Videoübergänge professionell wirken und Sie Ihre Marketingbotschaft an den Zuschauer bringen.

Gerade, wenn Sie neu auf dem Gebiet der Videoerstellung sind, neigen Sie vielleicht dazu, es mit dem Einsatz von verschiedenen Videoübergängen zu übertreiben. Behalten Sie daher die folgenden Tipps im Hinterkopf:

  • Konsistenz: Nichts schreit mehr „Amateur!”, als wenn Sie in jeder Szene einen verschiedenen Übergang nach dem nächsten benutzen. Sie sollen nicht Ihre Video-Editing-Skills beweisen, sondern mit den Übergängen die Handlung unterstützen.
  • Subtil: Der am häufigsten verwendete Übergang ist der Jump Cut. Und das nicht ohne Grund. Ein gutes Design sollte vom Zuschauer nicht bemerkt werden, damit Sie nicht von dem Videoinhalt ablenken. Halten Sie die Übergänge also subtil und verwenden Sie aufwendige Übergänge nur, wenn passend.
  • Bedeutung der Übergänge: Verschiedene Arten von Übergängen rufen verschiedene Stimmungen hervor und helfen Ihnen mit verschiedenen Arten von Perspektiv- und Ortswechseln. Seien Sie sich der Wirkung des Übergangs bewusst und setzen Sie Ihn gezielt ein.

Sie benötigen Unterstützung dabei, Ihre Videoübergänge genau auf den Punkt zu bringen? Ihre Videoagentur kennt sich aus und wird Sie gut beraten.

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