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kuenstliche intelligenz im online marketing

Künstliche Intelligenz im Online Marketing? Das sind die Fakten!

Liesa Huppertz
15. Oktober 2019

Der Begriff “Künstliche Intelligenz” (KI) schwirrt durch alle Medien und ist Top-Thema in vielen Unternehmen. Doch Marketers tun sich noch schwer, KI für ihre Marke greifbar zu machen. Dieser Artikel soll für mehr Aufklärung sorgen und anhand von konkreten Praxisbeispielen Marketingentscheidern Möglichkeiten der Anwendung aufweisen.

Keine Lust zu lesen? Artikel hier anhören:


Was als Trend begonnen hat, wird heute als die Zukunft von Online Marketing gehandelt: Künstliche Intelligenz (KI). Diese findet immer mehr den Weg ins Marketing.

Denn bereits heute hilft KI Werbetreibenden, vor allem in der Automatisierung von routinierten Arbeitsabläufen und in der personalisierten Kundenansprache. Auch Konsumenten bekommen einen ersten Vorgeschmack, was es heißt, mit KI zu interagieren – obwohl ihnen oftmals gar nicht bewusst ist, dass eine Maschine dahintersteckt. Siri, Alexa und Chatbots sind nur drei Beispiele der zahlreichen Entwicklungen der Neuzeit.

In diesem Fall sind sich auch die Experten und Fachkräfte einig. Von 208 Marketing Managern glauben 80% an die Relevanz von KI im Online Marketing.

Verwunderlich ist nur, dass ihren Worten keine Taten folgen. Denn nur 26,5% wenden KI in ihren täglichen Marketing-Aufgaben an, wobei wenige 7% KI wirklich intensiv nutzen.

Studie_absatzwirtschaft

Studie veröffentlicht auf absatzwirtschaft.de.

Das Bewusstsein über die Wichtigkeit von KI ist sehr wohl verbreitet. Was die Umsetzung betrifft, steckt die neue Technologie jedoch noch in ihren Kinderschuhen. Marketers fangen gerade erst an, KI wirklich zu verstehen.

Genau hier wollen wir mit unserem Artikel ansetzen. Dieser soll Ihnen nämlich helfen, das Thema KI besser zu durchblicken, um geeignete Einsatzorte von KI im eigenen Unternehmen identifizieren zu können.

Dafür starten wir zuerst mit den Grundlagen. Danach zeigen wir Ihnen, in welcher Liga die Profis spielen, damit Sie einen besseren Marktüberblick erhalten. In Sachen KI sind kreativen Lösungswegen nämlich keine Grenzen gesetzt. Neugierig? Dann kann es ja jetzt losgehen.

Was ist künstliche Intelligenz?

Eine kurze Definition.

Wir Menschen führen Dinge aus, weil unser Gehirn uns Signale sendet. KI handelt im Grunde genau gleich, welche von einem Datenwirt geleitet wird. Jedoch mit dem Unterschied, dass es sich hierbei um eine Maschine oder ein Programm handelt, die etwas tut.

KI als Software kann Dinge erschaffen, indem sie sie programmiert. Außerdem kann KI trainiert werden. Das heißt, sie lernt aus eigenem, vergangenem Verhalten und optimiert dieses für zukünftige Situationen. Ein solches Lernverhalten nennt man “Machine Learning” (zu dt.: maschinelles Lernen).

Um allerdings das Trainieren und somit den Lernprozess der Software zu gewährleisten, müssen Kundendaten zugänglich gemacht werden. Nur unter diesen Bedingungen können Maschinen intelligent agieren.

Für ein tieferes Verständnis: Hubspot erklärt KI in 6 Minuten.

Das sind die Vorteile von KI für den Anwender.

Marketingexperten sind der Überzeugung, dass KI alltägliche Aufgaben übernehmen kann, da sie schneller, effektiver und effizienter arbeitet. Zu diesen To-Do’s zählen:

  • Analysieren der Social Media Daten von Usern,
  • Strukturierung der intern gesammelten CRM-Daten,
  • Messen der durchgeführten Marketingmaßnahmen,
  • Lernen von Kundenfeedback,
  • Neu aufsetzen von Strategien basierend auf den Analyseergebnissen (z. B. passende Werbebotschaft wählen und diese auf geeigneten Plattformen teilen).

KI wird hingegen in der Marketingstrategie und -planung noch sehr selten oder gar nicht eingesetzt. Genauso wie bei kreativen Arbeiten. Denn die Interpretationsleistung der Daten liegt immer noch im Verantwortungsbereich der Menschen. Aufbauend auf der geleisteten Vorarbeit der KI, nämlich der automatisierten Datenanalyse, können Fachkräfte allerdings Umsatzpotenziale erkennen und erschließen.

Doch diese Aufgabe stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen.

Herausforderungen im Marketing.

In den letzten Jahren haben Unternehmen sehr viel Geld investiert, um intern sogenannte Daten-Management-Systeme aufzubauen. Diese sind lediglich dafür da, Daten zu sammeln und diese strukturiert aufzubereiten.

An Daten mangelt es Unternehmen definitiv nicht. Manche stecken sogar bis zum Hals in riesigen Datenbergen. Das Problem ist viel eher, dass mehr Daten gehortet werden, als dass ein Mensch verarbeiten kann. Es fehlt an:

  • Schnelligkeit – Menschen haben nicht die Kapazität und Ausdauer ununterbrochen und in Akkordzeit zu arbeiten.
  • Verständnis – Die menschliche Gehirnleistung stößt an ihre Grenzen. Es ist schier unmöglich den Überblick bei diesen enormen Datenmengen zu bewahren und somit die Datensätze sinnvoll zu analysieren, bzw. zu interpretieren.

Eine Studie der Agentur Wunderman bestätigt dies. 62% der Marketers gestehen, dass sie nicht in der Lage sind, aus den bestehenden Daten Erkenntnisse zu gewinnen und konkrete Maßnahmen abzuleiten. Trotzdem stimmen 99% der Probanden zu, dass Daten über den Erfolg oder Misserfolg von Marketingstrategien entscheiden werden.

Ergebnisse-Studie-Future-Ready

Ergebnisse der Studie “Future Ready” der Digitalagentur Wunderman aus dem Jahr 2017.

Daten allein reichen also nicht aus! Jedoch sehen Menschen sich nicht mehr in der Lage, diese Masse an Daten kontrollieren zu können. Außerdem ist es unwichtig, möglichst viele Daten zu besitzen, sondern vielmehr die richtigen herauszufiltern, Muster zu erkennen und diese gewinnbringend im Marketing einzusetzen. An dieser Stelle kommt KI und das maschinelle Lernen ins Spiel.

Daraus ergibt sich zudem ein neues Jobprofil. In Zukunft werden mehr Data Scientist eingestellt, um Ansprechperson für KI-Anwendungen zu sein. Demnach schadet es bestimmt nicht, sich jetzt schon nach geeigneten Kandidaten umzusehen oder diese intern auszubilden.

Anhand der nachfolgenden vier Beispiele wollen wir Ihnen das Zusammenspiel von Daten und KI nochmals verdeutlichen. Nun aber mit dem Bezug zur Praxis. Lassen Sie sich von konkreten Fallbeispielen für die eigene Umsetzung inspirieren, um sich den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung zu sichern und weiter wachsen zu können.

4 Beispiele von KI in der Praxis.

Die nachfolgenden Bereiche profitieren heute bereits von KI. Vor allem in der Interaktion mit (potenziellen) Kunden, bei der es um schnelle Reaktionszeiten und eine natürliche Konversation geht. Die ersten KI-Anwendungen haben jedoch noch großes Potenzial, sich weiterzuentwickeln. Ihnen bietet das natürlich Chancen zur Optimierung.

#1 Kundenerfahrung.

Mithilfe von Mustererkennung in Datensets lassen sich wichtige Customer Insights der Zielgruppe feststellen. Diese bieten Aufschluss über wiederkehrende Verhaltensweisen, anhand derer Produkte und Dienstleistungen verbessert werden können.

Hierzu schauen wir uns das Beispiel von der britischen Hotelkette Jurys Inn an. Das Unternehmen sammelte diverse Daten zum online Medienverhalten konvertierender Kunden. Dadurch erhielten sie wichtige demografische Daten und Informationen zu den Interessen der Kunden. Beim Auswerten dieser entdeckten sie eine Korrelation zwischen Buchungen und Sportthemen. Sie schauten noch genauer hin und erkannten, dass Websitebesucher nach Hotelzimmern in der Nähe von Sportveranstaltungen suchten. Daraufhin entwarfen sie eine extra Sport-Seite mit Informationen rund um verschiedene Sportevents und mit der Möglichkeit, Hotelzimmer in der Nähe der Stadien und Sportstätten zu buchen.

Indem sie mit Usern wertvollen Content teilten und den Buchungsprozess durch die direkte Buchungsoption vereinfachten, konnten sie ihre Conversion Rate deutlich steigern.

User Experience Design (UX Design) im Webdesign knüpft an dieser Stelle unmittelbar an. Denn die anfangs datengetriebene Idee muss zusätzlich attraktiv visualisiert werden, damit die Zufriedenheit des Anwenders sich mit der Nutzung des Produkts (hier Website) erhöht.

Jurys-Inn-Sports-Hub.

Jurys Inn Sports Hub.

#2 Werbung.

Content Targeting lautet eine Methode, mit der digitale Werbung noch effektiver ausgestrahlt werden kann, nämlich nicht neben unseriösen und unpassenden Themen. Denn KI kann lernen, auf bestimmten Websites keine Werbung zu schalten. Das schwächt die Gefahr zum Beispiel vor verheerenden Imageschäden.

Dafür liefern Sie zu Beginn Informationen und Daten zu Websites, die nicht für Ihre Art von Werbung geeignet sind. Daraufhin analysiert die KI das Werbeumfeld verschiedener Websites. Sie entscheidet aufgrund der von Ihnen gelieferten Daten, ob eine Plattform qualifiziert ist oder nicht und stoppt gegebenenfalls die Auslieferung von Werbung auf dieser. Die Entscheidung der KI basiert zum Beispiel auf den Website Inhalten (semantische Kontextanalyse).

 

 

Lufthansa wirbt für ihr Express Carsharing am Flughafen.

#3 Content.

Neueste Entwicklungen erlauben durch Natural Language Generation, inhaltlich wiederholbare Aufgaben und Routinearbeiten zu automatisieren. In Zukunft werden E-Mails und Chatverläufe verstärkt durch intelligente Sprachsysteme gesteuert.

Andere KI-Programme erfassen bereits Änderungen im Kundenverhalten sowohl in Form von Zahlen, als auch in Fließtexten. Das heißt, sie evaluieren selbstständig, welcher Tone of Voice und welches Wording für eine spezielle Zielgruppe am besten funktioniert. Daraufhin entwerfen sie eigenständig Texte.

Adobe Sensei & Adobe Experience Manager: Wie KI Content Creators produktiver arbeiten lässt.

Im Fall von Adobe gelingt es sogar mithilfe von KI, Content zu erstellen, zu managen, zu übermitteln, zu analysieren und anzupassen. Im Rahmen von KI müssen Daten, Kreativität und Technologien nicht weiter getrennt voneinander betrachtet werden.

#4 Social Media.

Bestimmt sind Sie auch schon einmal auf einer Facebook Business Page gelandet, wo plötzlich ein Chat-Fenster aufploppte und sie begrüßt wurden. Das ist ein Chatbot. Im Bereich Social Media werden sie Social Bots genannt. Diese werden heutzutage gerne und oft zur Unterstützung im Kundensupport eingesetzt.

Social Bots können Fragen der Kunden oder Probleme klären und als Shopping-Assistent dienen. Sie sind in der Lage, mehrere Kunden gleichzeitig zu betreuen und das rund um die Uhr, 24 Stunden lang.

Außerdem besitzen sie die Fähigkeit, sich die Vorlieben und Bestellwünsche bestehender Kunden zu merken sowie anhand von Look-alike-Modellierungen das Konsumverhalten von potenziellen Neukunden vorauszusehen (Predictive Analytics). Diese weisen nämlich ähnliche Verhaltensmuster auf wie die Kernzielgruppe. Helfen Sie dem Interessent beim Erstkontakt (hier Aufrufen einer Website) die passenden Informationen zu finden, können Sie diesen höchstwahrscheinlich auch als Kunden konvertieren.

Conversational Chatbots lernen mit jedem Kundenkontakt dazu und können somit individuell auf jeden Kunden eingehen. Im Idealfall haben User das Gefühl, dass sie mit einem echten Menschen kommunizieren. In Sachen Neukundengewinnung sind Chatbots hoch effizient, wobei manche Programmierungen noch zu wünschen übrig lassen.

GCFLearnFree.org erklärt die zwei Arten von Chatbots.

Schaffen Sie Platz für KI in Ihrem Unternehmen!

In Anbetracht aller Punkte von oben, hat KI definitiv das Potenzial, den Arbeitsalltag von Marketers produktiver zu gestalten. Rufen wir uns also die Vorteile von KI noch einmal ins Gedächtnis:

  • Lästige Routineaufgaben automatisieren, daher mehr Zeit für strategische und kreative Aufgaben.
  • Innovative Ansätze für personalisierte Kampagnen basierend auf dem angesammelten Wissen.
  • Schneller den Erfolgskurs von Marketingmaßnahmen auswerten und gegebenenfalls mithilfe von Prognosen frühzeitig einlenken können.
  • Neue Zielgruppen erschließen durch Look-alike-Analysen.

All diese Aktivitäten haben natürlich ein Ziel vor Augen: den ROI erhöhen. Mit KI haben Sie die Chance, den eigenen immer wieder zu toppen.

Wichtiger Hinweis: Das Arbeiten mit Daten ist gleichzeitig ein Spiel mit dem Feuer. Denn seitens der Konsumenten wird ein verantwortungsbewusstes Handeln gefordert, da KI mit Kundendaten gefüttert wird. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, Transparenz zu schaffen und ethische Richtlinien für digitales Verhalten sowie Datenverwaltung einzuführen.

Wenn Sie sich gerne weiter informieren möchten, bietet die Rise of AI Konferenz in Berlin jährlich die Möglichkeit, von KI-Experten zu lernen und sich untereinander auszutauschen.

Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken und Ausprobieren Ihrer Möglichkeiten!

Und wenn Sie bei der Erstellung von effektiven Videos Hilfe brauchen, sind wir der richtige Ansprechpartner. Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches und kostenloses Beratungsgespräch»

 

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