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Ein Video aus Stock-Footage? Das sind die Vor- und Nachteile

Liesa Huppertz
14. Juni 2019

Videos bauen Emotionen auf, bewerben Ihr Produkt oder die Leistung auf einzigartige Weise und lassen sich online ganz leicht teilen. Doch woher das Bildmaterial nehmen? Hier erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile der Griff auf vorgefertigte Videosequenzen aus Stock-Footage hat.

Keine Lust zu lesen? Artikel hier anhören:

Videos sind aus der Unternehmensstrategie kaum mehr wegzudenken. Ein Video auf der Landing Page kann die Conversion-Rate um bis zu 80 Prozent steigern und Marketers, die Video einsetzen, steigern ihr Revenue 49 Prozent schneller als jene, die keinen Gebrauch von Videos machen. Wenn man diese Zahlen liest, ist es kein Wunder, dass Video immer gefragter ist.

Die Produktion von Videos gestaltet sich für manche Unternehmen allerdings als wahre Herausforderung. Videos werden mit dem Handy gedreht, sie wackeln und ruckeln und haben eine schlechte Qualität. 

Als Alternative kann Stock-Footage genutzt werden, um das Video-Material aufzupolieren. Doch jede Medaille hat natürlich zwei Seiten und so hat auch das Video aus Stock-Footage seine Tücken. Lassen Sie uns gemeinsam die Vor- und Nachteile besprechen, damit Sie sich am Ende für Ihr Projekt richtig entscheiden können.  

Ähnlich wie Stock Fotos sind auch Stock-Videos von hoher Qualität, aber austauschbar.

Die Vorteile an Stock-Videos.

Immer mehr Firmen entscheiden sich dafür, Videos in ihre PR-Strategie mit aufzunehmen. Die Vorteile davon haben wir Ihnen zum Beispiel in diesem Artikel aufgelistet. Als Anbieter für Marketing-Videos sind wir ganz dafür, dass Sie Ihr eigenes Bildmaterial nutzen oder selbst herstellen. Denn nur so können Sie Ihren Kunden zeigen, wer Sie sind und was Sie ausmacht.

Doch manchmal ist es schlicht unmöglich, zum Beispiel technische Aspekte Ihrer Produktion zu filmen. Vielleicht brauchen Sie eine kurze Videoaufnahme von einer bestimmten Maschine, die aber in Ihrer Firma bereits ein wenig rostig ist? Oder Sie möchten eine Konferenz bewerben, haben aber noch kein Videomaterial dazu, das Ihnen gehört? Manche Aufnahmen sind so kompliziert oder teuer nachzustellen, dass Sie sie am besten kaufen.

Vorteil #1: Sie müssen das Rad nicht neu erfinden.

Dies ist einer der Vorteile an Stock-Footage: Sie haben weniger Arbeit. Ähnlich wie bei bekannten Fotoseiten, etwa Adobe Stock, melden Sie sich an und kaufen die gewünschten Clips. Häufig sind diese nur ganz kurz und zeigen einen bestimmten Gegenstand oder eine Situation. Wenn Sie diese in Ihr vorhandenes Video einbauen und damit den letzten Schliff geben, kann das Stock-Video Ihre Rettung darstellen. Mit wenigen Klicks steht Ihnen die gewünschte Aufnahme zur Verfügung, ohne, dass Sie diese kompliziert nachstellen müssen.

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So einfach können Images gekauft werden.

Vorteil #2: Aufnahmen sind günstiger und schneller erhalten.

Manchmal ist es auch günstiger, Aufnahmen von kleinen Momenten zu kaufen. Vor allem dann, wenn es sich um Nahaufnahmen handelt, bei denen zum Beispiel ein professioneller Schauspieler eine Präsentation hält oder eine fiktive Mitarbeiterin einen Kaffee trinkt, können Sie Stock-Footage nutzen, ohne Ihre Markenidentität zu verfälschen. Schließlich kann es sein, dass Ihre Mitarbeiter sich vor der Kamera einfach nicht wohlfühlen.

Bedenken Sie, dass Sie neben Geld auch Zeit sparen können, wenn Sie das Video nicht selbst aufnehmen. Auch, wenn Sie einen Profi für Ihr Marketing-Video engagieren, benötigt dieser für bestimmte Aufnahmen viel Zeit. Wenn es sich beispielsweise um eine Landschaftsaufnahme für den Abspann oder um ein kurzes Zeitraffer-Video handelt, ist es häufig günstiger und schneller, dieses online bei einem Video-Stock-Anbieter zu erwerben.

Vorteil #3: Historisches Material.

Es gibt viele verschiedene Videoaufnahmen, die Sie sich vielleicht wünschen, die Sie aber nicht so einfach umsetzen können. Typisch ist historisches Material, das etwa Ihre Stadt vor einem Jahrhundert zeigt oder in dem sichtbar ist, wie früher die Arbeitsbedingungen am Fließband waren. Hier ist Stock-Footage optimal geeignet, denn Sie haben eine große Auswahl an wichtigen historischen Momenten, die Sie nutzen können.

Einen Moment wie diesen Vortrag von Albert Einstein können Sie natürlich nicht nachstellen. Ein Stock-Video kann helfen.

Auch Reden von Politikern, Clips von Naturkatastrophen oder Aufnahmen anderer wichtiger Ereignisse, die jeder kennt, verleihen Ihrem Video mehr Glaubwürdigkeit, sofern sie zum Thema passen. Nutzen Sie in diesem Fall den Mehrwert von Stock-Footage und binden Sie den Clip geschickt ein, um beim Zuschauer Emotionen zu wecken.

Eine historische Aufnahme sollten Sie im nächsten Frame mit einer Darstellung der aktuellen Situation ablösen. So können Sie zeigen, wie Ihre Marke die Situation verbessert oder vielleicht auch von früher lernt.

Vorteil #4: Fast ausschließlich HD-Qualität.

Wenn Sie bereit sind, für Ihre Stock-Videos zu bezahlen, dürfen Sie sich normalerweise auf beste Qualität verlassen. Es gibt natürlich auch Creative Commons, die Sie gratis und ohne Angabe des Copyrights nutzen können. Aber für die gewünschte Auflösung, die für Ihr Marketing-Video natürlich so hoch wie möglich sein sollte, sind die gekauften Stock-Videos angemessen.

Vor allem, wenn Sie selbst kein Profi im Filmen sind und/oder Ihnen die nötige Ausrüstung fehlt, ist die Versuchung groß, auf Stock-Clips zurückzugreifen. Bedenken Sie allerdings, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, hochwertige Aufnahmen, die noch dazu auf Ihr Video zugeschnitten sind, zu erhalten. Wir beraten Sie gern dazu!

Exkursion: Tipps zur Einbindung von Stock-Videos.

Um mit einem gekauften Videoclip Erfolg zu haben, sollten Sie unbedingt die folgenden Tipps beachten:

  • Achten Sie darauf, dass der Clip echt und nicht gestellt aussieht.
  • Erzählen Sie in Ihrem Video eine Geschichte und nutzen Sie nur Material, das für diese Geschichte unverzichtbar ist (mehr über die Kraft von Storytelling lesen Sie in diesem Artikel).
  • Passen Sie das Stock-Material an Ihr Drehbuch an und nutzen Sie es, um das Drehbuch zum Leben zu erwecken.
  • Einheitlichkeit ist ein zentraler Faktor für gelungene Videos. Ihr Stock-Footage sollte daher farblich, atmosphärisch und vom Stil her zum Rest des Videos passen.

Die goldene Regel lautet, dass Sie nur wenige Sekunden Ihres Videos durch Stock-Material anreichern wollen. Die restlichen 2 bis 3 Minuten füllen Sie durch eigenes Material.

Sie wünschen sich Hilfe für Ihr Erklärvideo oder Imagefilm? Kontaktieren Sie uns! Wir arbeiten mit Ihrem Material oder erstellen neue Aufnahmen, und das ganz ohne Stock-Footage.

Die Nachteile an Stock-Videos.

Obwohl wir prinzipiell von Stock-Videos abraten und noch einmal betonen möchten, dass Sie diese wenn überhaupt nur sehr sparsam nutzen sollten, können sie doch einen Mehrwert bieten. Allerdings gibt es trotz der Praktikabilität Nachteilen, die Stock-Videos mit sich bringen und die wir Ihnen nicht verheimlichen wollen.

Nachteil #1: Höhere Kosten.

Obwohl wir die Kosten oben als Vorteil genannt haben, können sie auch schnell zu Ihrem Nachteil werden. Ein kurzer Clip von etwa 15 Sekunden kostet Sie zum Beispiel bereits zwischen 100 und 150 €. Wenn Sie sich höhere Qualität wünschen oder gar die alleinigen Nutzungsrechte an einem Stock-Video kaufen möchten, schnellen die Preise noch viel weiter in die Höhe. Auch für noch bessere Qualität oder für besondere Bilder zahlen Sie extra. Wenn Sie mehr als einen Clip von einem Stock-Anbieter in Ihr Video einbauen, kommt Sie das also schnell teuer zu stehen.

Nachteil #2: Oft klischeehafte Aufnahmen.

Ähnlich wie die Stock-Bilder, die Sie sicherlich schon kennen, sind auch die Videos von entsprechenden Anbietern häufig sehr gestellt. Sie entsprechen Klischees, zeigen ein unnatürliches Zahnpasta-Lächeln oder sehen so perfekt aus, dass der Zuschauer direkt ein wenig enttäuscht ist, weil er sich nicht mehr mit Ihrem Video identifizieren kann.

Insbesondere Clips, nach denen häufig gesucht wird, wie etwa Business-Meetings oder Einkaufsstraßen, entsprechen in vielen Fällen einem Klischee. Außerdem kann es gut sein, dass auch andere Marken dieses Stock-Material benutzen.

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 Pixabay zeigt hier, wie es nicht geht: Diese Art von künstlichen Bildern schreckt Kunden eher ab.

Natürlich müssen und können Sie nicht alles in Ihrer eigenen Firma filmen. Aber es gibt auch die Möglichkeit, einen Drehort für einen Tag zu mieten oder zum Beispiel in einem Hotel ein paar Aufnahmen in den Kasten zu bekommen. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter um Hilfe oder wagen Sie sich selbst vor die Kamera!

Tipp:

Fragen Sie an öffentlichen Orten immer erst nach einer Drehgenehmigung! In Deutschland werden zudem die Regelungen zum Datenschutz immer strenger (Stichwort DSGVO), weshalb Sie von allen Personen, die in Ihrem Video auftauchen, eine Genehmigung einholen sollten.

Nachteil #3: Wirkt künstlich im Vergleich zum restlichen Video.

Stellen Sie sich nun vor, dass ein Clip, der dem Bild oben entspricht, einen Teil Ihres Videos ausmacht. Das künstliche, glatt polierte Image steht sicherlich in einem Kontrast zu Ihren eigenen Aufnahmen, die sich idealerweise durch menschliche Wärme auszeichnen. Um Ihre Kunden zu überzeugen, sollten Sie im Zweifelsfall auf Material setzen, das nicht ganz perfekt ist, aber dennoch zeigt, warum Ihr Produkt eine Investition wert ist.

Kurz gesagt, Sie sollten in Ihrem Image-Video unbedingt ein wenig von der Persönlichkeit Ihres Unternehmens zeigen. Und mit einem allzu perfekten, künstlichen Clip ist das nicht möglich. Er macht Sie schnell austauschbar.

Nachteil #4: Nicht an Ihr Videomaterial oder Image anpassbar.

Wenn Sie aus einem guten Grund nicht darauf verzichten können, zumindest für ein paar Sekunden ein Stock-Video zu zeigen, sollten Sie dieses so gut wie möglich einbinden. Allerdings ist das selbst für Experten eine große Herausforderung. Denn Ihr eigenes Videomaterial zeichnet sich durch eine bestimmte Qualität, eine Kameraeinstellung oder etwa das schöne natürliche Licht in Ihren Büroräumen aus. Um die Stimmung des Videos nicht zu zerstören, muss das Stock-Material perfekt eingeflochten sein.

Eine Gefahr besteht auch darin, dass der gekaufte Clip beinahe zu gut zu Ihrem restlichen Material passt und dieses dadurch im Vergleich schlechter aussehen lässt. Schließlich kann es sein, dass Sie verschiedene Aufnahmen mit dem Handy gemacht haben oder dass es beim Filmen eines Interviews einen kleinen Ruckler gab. Wenn dann plötzlich ein HD-Image kommt, ist die Einheitlichkeit nicht mehr gegeben und Ihre Aufnahmen machen weniger Eindruck.

Nachteil #5: Passt nicht zu Ihrem Storytelling.

Ein gutes Video kann die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums bannen. So erreichen Sie auch eines Ihrer Ziele, nämlich eine hohe Retention Rate. Idealerweise sind die Zuschauer so begeistert, dass sie Ihr Video direkt teilen. Wie diese Statistik zeigt, ist es aber gar nicht so leicht, das Publikum mit einem Video bei der Stange zu halten:

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Renderforest zeigt: Selbst die besten Videos verlieren nach zwei Minuten bereits über die Hälfte aller Zuschauer.

Umso wichtiger ist es, die Zuschauer durch Storytelling zu faszinieren. Sobald Ihr Video allerdings gestellt wirkt, verlieren Sie die Authentizität. Der Zuschauer überlegt direkt, ob Sie ein Stock-Video genutzt haben. Somit verlieren Sie Vertrauen und Interesse. Ihre Message geht verloren. Selbst ein hochwertiges, filmisch perfekt aufgenommenes Stock-Video gibt Ihrem Video nicht unbedingt zusätzlichen Wert. Stellen Sie daher unbedingt die Geschichte in den Vordergrund!

Nachteil #6: An die Auswahl gebunden.

Obwohl Stock-Plattformen eine sehr große Auswahl haben, ist diese letztendlich doch limitiert. Gerade, wenn Sie auf der Suche nach ganz speziellen Aufnahmen sind, kann es gut sein, dass Sie nicht fündig werden. Sollte es nur ein oder zwei Optionen geben, ist die Wahrscheinlichkeit zudem hoch, dass diese bereits von der Konkurrenz genutzt werden. Das Gleiche gilt für die Suchergebnisse auf den ersten Seiten für beliebte Begriffe!

Wenn Sie kein geeignetes Stock-Material finden, sollten Sie dies als Anlass nehmen, selbst kreativ zu werden. Produzieren Sie Ihren eigenen Clip und denken Sie um die Ecke. Sie könnten Ihre Mitarbeiter malen lassen, um eine Idee zu erklären, oder in der Design-Abteilung nach einer kleinen erklärenden Grafik fragen.

Wir empfehlen Ihnen, sich immer zuerst zu fragen, wie Sie Ihre Zuschauer in Ihren Bann ziehen können. Überlegen Sie, was Sie selbst gern anschauen. Für viele Menschen lautet die Antwort: Interviews oder Eindrücke von anderen Nutzern! Anstatt also jedes Konzept oder Produkt mit einem Bild im Video abzubilden, können Sie auf die Vorstellungskraft der Zuschauer vertrauen. Lassen Sie stattdessen einen Kunden oder einen Ihrer Mitarbeiter das Produkt beschreiben

Nachteil #7: Auf anderen Seiten auffindbar.

Stellen Sie sich vor, Sie sehen ein Video der Konkurrenz und treffen dort plötzlich auf die gleiche Aufnahme von Tieren oder einer Reisedestination – peinlich, oder? Ein weiterer Nachteil der Stock-Videos besteht nämlich darin, dass jeder die Clips kaufen kann. Sie haben also kein alleiniges Nutzungsrecht und müssen gerade bei beliebten Motiven damit rechnen, diese bei anderen Marken zu sehen. Wenn dies auch dem Kunden auffällt, haben Sie schnell mit Vertrauensverlust sowie dem Verlust Ihrer Alleinstellungsmerkmale zu kämpfen.

Um die alleinige Nutzung für Video Stock-Footage zu erwerben, müssen Sie teuer bezahlen, womit wir wieder beim Nachteil #1 wären. Versuchen Sie stattdessen, die entsprechende Szene durch eine Grafik oder ein kurzes Interview mit einem Mitarbeiter zu überbrücken.

Fazit: Besser auf den eigenen Charme vertrauen.

In fast jedem Fall ist es besser, wenn Sie auf Stock-Footage verzichten und Ihr Möglichstes geben, um eigene Aufnahmen zu finden. So gelingt es Ihnen, ein überzeugendes Image- oder Erklärvideo zu erstellen, das wirklich zeigt, wer Sie sind und wofür Ihre Marke steht. Sollte es sich um schwierige Aufnahmen handeln, ist es sinnvoll, zunächst zwischen den Kosten für einen Stock-Clip und der eigenen Mühe zu vergleichen.

Denken Sie vor dem Kauf eines Stock-Clips an die Nachteile, zu denen die klischeehaften und oft künstlichen Aufnahmen, die Kosten, die Schwierigkeit der Einbindung und der Bruch im Storytelling gehören. Sie haben nicht immer eine große Auswahl und laufen zudem Gefahr, dass die Konkurrenz den gleichen Clip zeigt.

Eine Ausnahme stellen historische Szenen und schwer erreichbare Orte dar. Diese sind mithilfe von Stock-Footage leichter darzustellen. Manchmal können Sie durch einen entsprechenden Clip auch Zeit und Geld sparen und zugleich HD-Qualität erhalten.

Wichtig:

Wenn Sie Stock-Footage nutzen, sollte dieses gut eingebunden sein und sich ganz natürlich anfühlen!

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