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Die Rolle von Musik in Ihrem Video? Wichtiger denn je!

Liesa Huppertz
23. Juli 2019

Musik ist emotional und kann schnell positive Konnotationen zu einem Produkt oder einer Firma herstellen – denken Sie nur einmal an die Hits, mit denen Apple seine Produkte vermarktet. Bei uns erfahren Sie, worauf Sie bei Musik und Audio in Ihrem Video achten sollten.

Keine Lust zu lesen? Jetzt unseren Blogcast anhören:

Ob Erklärvideo oder Imagefilm, mit Musik sorgen Sie für einen Wiedererkennungswert.

Ein gutes Beispiel sind Radiostationen, die mit ihrem Jingle sofort deutlich machen, wo Sie gerade zuhören. Darüber hinaus erzeugt Musik wichtige Emotionen: Idealerweise macht die Musik in Ihrem Video, selbst wenn Sie nur im Hintergrund läuft, gute Laune und gibt dem interessierten Kunden ein positives Gefühl.

Der kleine Jingle in den letzten Sekunden ist macht den Wiedererkennungswert der Marke aus.

Vorteile an Musik in Ihrem Video.

Um die Rolle von Musik in Kombination mit dem bewegten Bild zu verstehen, reicht es aus, einmal an die Zeit der Stummfilme zu denken. Diesen gelang es, ganz ohne Dialog spannende Geschichten zu erzählen und das Kinopublikum in Begeisterung, Spannung oder Trauer zu stürzen. Wie? Ganz einfach, durch die Musik!

Manche Filme wurden von einem Pianisten oder Orchester im Kino live vertont, während andere ihre eigene Tonspur hatten, die wesentlich dazu beitrug, die Geschichte zu erzählen. In diesem Video sehen Sie, wie Stan Laurel und Oliver Hardy dank ihres schauspielerischen Talents, aber auch dank der Tonspur eine kleine Geschichte erzählen:

Funktioniert ganz ohne Dialoge: Zu Stummfilmzeiten nutzte man Musik um Spannung, Trauer und Humor zu transportieren.

 

Musik erzeugt Emotionen.

Videos haben einen guten Ruf als visuelles Medium, aber der Blick in die Stummfilmgeschichte zeigt, dass wir auch auditiv von einem Film angesprochen werden. Musik berührt uns, lässt die bewegten Bilder romantischer, schöner oder interessanter erscheinen, und bringt Dynamik und Stimmung in das Video.

Musikwissenschaftler haben herausgefunden, dass sowohl Tempo als auch Harmonie, Lautstärke und die Auswahl der Musikinstrumente eine wesentliche Rolle für Filmmusik spielen. Die sogenannte „Mood-Technik“ beschäftigt sich damit, welches Instrument normalerweise welche Wirkung hat.

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Sowohl für den Transport von Emotionen als auch Informationen schneiden Werbevideos mit Musik deutlich besser ab als solche ohne Musik. Quelle: Nielsen.

Musik sendet wirkungsvolle Botschaften.

In diesem Artikel von Spotify lernen Sie unter anderem, dass Sie bei der Musikauswahl nicht wie jemand aus der Werbebranche, sondern viel eher wie eine Person aus dem Showbusiness denken sollten. So gelingt es Ihnen besser, die Zuschauer mitzureißen.

Anstatt also Szenen in Ihrem Video mit der erwarteten Musik zu untermalen, sollten Sie zu interessanten musikalischen Interventionen greifen. Sie können die Nachricht durch die gesungenen Worte unterstreichen oder sich einen eigenen Song für Ihr Produkt schreiben lassen.

Alternativ ist es möglich, mithilfe von Musik kleine Überraschungsmomente zu erzeugen, den Zuschauer zum Lachen zu bringen und sogar Handlungen anzuregen. Um all dies zu erreichen, sollten Sie sich entweder gründlich belesen oder mit einem Experten für Audio und Musik zusammenarbeiten.

Musik ist einprägsam.

Genau wie Ihr Video einem Corporate Design folgen sollte, sollte auch die verwendete Musik einen Wiedererkennungswert haben. Denn das Ziel ist, dass Ihre Kunden oder möglichen Kunden direkt an Sie denken, wenn Sie eine bestimmte Melodie hören.

Manche Unternehmen haben sich dafür einen eigenen Jingle schreiben lassen, wie Sie ihn sicherlich von Radiostationen kennen. Das sogenannte Audiobranding funktioniert aber auch mit aktuellen Pop-Songs oder anderen Klassikern.

Wieder andere Marken nutzen weniger bekannte oder eigens für sie komponierte Lieder, die das Potenzial zu einem Hit haben. Dies war zum Beispiel der Fall beim Berliner Mineralwasser Spreequell, das als Teil seiner „Volle Pulle Leben“ Markenkampagne einen eigenen Song bekommen hat:

Der fröhliche Pop-Song spricht viele Generationen an und weckt außerdem sehr positive Emotionen in Bezug auf den Sommer in Berlin.

Musik repräsentiert.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Ihre gewählte Tonspur in einem Imagefilm unterstreicht, wer Sie als Marke sind. Ob instrumentale oder gesungene Musik, ob eine simple Melodie oder ein opulentes Orchesterwerk, der Kunde macht sich direkt eine Vorstellung über Ihre Identität.

Wenn Sie also beispielsweise zeigen möchten, dass Sie ein junges, leicht verrücktes Start-Up mit schlanken Prozessen und schnellen Entscheidungen sind, sind Indie-Songs empfehlenswert.

Wenn Ihre Zielgruppe hingegen vor allem aus älteren Menschen besteht und Sie diese mithilfe von nostalgischen Erinnerungen dazu bewegen möchten, ein bestimmtes Produkt zu kaufen, könnten Sie auf Schlager oder auf Melodien zurückgreifen, die die Zielgruppe an die Jugend erinnert.

Als traditionelles und elegantes Unternehmen passt eine „saubere“, klassische Melodie zu Ihnen, die weder zu aufgeregt noch zu modisch wirkt. Sie könnten eine simple Klavierstimme oder ein klassisches Werk nutzen, um die Kunden von Ihrer Seriosität zu überzeugen.

Weitere Tipps dazu, wie Sie selbst bestehende Videos verbessern können, finden Sie in diesem Artikel. Häufig geht das auch mit neuer Musik!

Tipps rund um die Auswahl der Musik.

#1: Die richtige Stimmung finden.

Viele Marketer begehen den Fehler, ihr Video ausführlich zu planen, vielleicht sogar ein Storyboard zu schreiben, aber nicht über die Musik nachzudenken. Dabei gibt es sicherlich Szenen, die mit Klängen untermalt noch besser wirken, oder Momente, in denen nicht gesprochen wird.

Wenn Sie Ihr Video planen, sollten Sie sich daher auch die Zeit nehmen, über mögliche Musik nachzudenken. Beispielsweise könnte es hilfreich sein, zu überlegen, welche Stimmung Sie in welchem Moment erzeugen möchten. Nutzen Sie ein kleines Brainstorming, das etwa diese Begriffe enthalten kann:

  • Mysteriös.
  • Lustig.
  • Unterhaltsam.
  • Dramatisch.
  • Verspielt.
  • „badass“ / cool.

#2 Nicht zu viele verschiedene Musikstile mischen.

Zugleich ist es wichtig, es mit der Musik nicht zu übertreiben. Sie können auch mit kurzen Melodien verschiedene Stimmungen erzeugen oder Ihre Message unterstreichen.

Manche Marketing-Experten neigen dazu, verschiedene Musikstile in einem Video zu mischen. Hier heißt es aber eher: Weniger ist mehr! Denn andernfalls steht die Musik so sehr im Vordergrund, dass der Kunde beinahe Ihr Produkt vergisst. Besser ist es, sich auf einen Song oder zumindest eine Musikrichtung zu konzentrieren.

Wichtige Tipps dazu, wie Sie die passende Musik auswählen, sowie hilfreiche Positiv- und Negativbeispiele finden Sie in diesem Video:

Genre, Energie und eventuelle Songtexte müssen gut zum Produkt passen.

#3 Musik und Inhalt aufeinander abstimmen.

Dieser Punkt ist besonders wichtig, aber zugleich auch anspruchsvoll. Denn wahrscheinlich denken Sie über die Musik nach, während Sie das Video zusammenschneiden. Daher ist es hilfreich, wenn Sie für jede Szene bereits eine Vorstellung davon haben, ob und welche Musik passen könnte.

Das fertig geschnittene Video sollten Sie mehrfach anschauen und mit der Musik experimentieren. Nur so können Sie beurteilen, wie gut die Klänge zum Inhalt passen.

Denken Sie dabei auch an erfolgreiche Werbevideos mit Musik. Manche nutzen einen Pop-Song zur Untermalung oder lassen sich eigens einen Song oder ein Jingle schreiben. Andere setzen auf elektronische Musik oder gehen ganz kreativ mit dem Thema um, indem das Produkt zum Musizieren benutzt wird.

#4 Musik an die Zielgruppe anpassen.

Begehen Sie nicht den Fehler, das Video mit Ihrer eigenen Lieblingsmusik zu untermalen. Viel wichtiger ist die Zielgruppenanalyse, zu der auch der bevorzugte Musikstil Ihres „perfekten Kunden“ passt.

Junge Menschen überzeugen Sie mit einem aktuellen Song aus den Charts. Wenn Sie sich international positionieren möchten, sollten Sie ein englisches Lied wählen oder sich für eine instrumentale Version entscheiden.

In manchen Fällen ist die Musik für ein Werbevideo so gelungen, dass selbst ein deutscher Song für ein Produkt im Ausland ankommt. Das war zum Beispiel bei dieser Werbung für Sexspielzeug der Fall:

Verschiedene Parodien sowie das offizielle Musikvideo der Band Pixie Paris sind inzwischen große Hits auf YouTube.

#5 Musik im Budget und in der Zeitplanung berücksichtigen.

Sobald Sie Ihr Video planen, sollten Sie beachten, dass Sie Zeit für die Musikauswahl brauchen. Außerdem kann es zeitintensiv sein, Audio und Bildmaterial zusammen zu schneiden. Nehmen Sie sich daher die entsprechende Zeit!

Darüber hinaus spielt die Musik auch für Ihr Budget eine wichtige Rolle. Ob Sie eine Band bezahlen oder die GEMA-Gebühren entrichten, Sie sollten mit Kosten in Höhe von mindestens 500 Euro rechnen.

#6 Das Copyright beachten.

Wir haben Sie von der Wichtigkeit von Musik für Ihr Video überzeugt? Bevor Sie begeistert dazu übergehen, aktuelle Lieder herunterzuladen und in die Audiospur zu integrieren, sollten Sie sich auch noch mit den rechtlichen Aspekten beschäftigen.

Denn in Deutschland ist die GEMA die Verwertungsgesellschaft für Musik. Sie ist dafür da, den Urheber eines Musikstücks vor Rechtsverletzungen zu schützen. Wann immer ein Musikstück verwertet wird, wird der Urheber entsprechend belohnt. Das bedeutet im Klartext, dass Sie aktuelle Musik nicht einfach so benutzen dürfen. Sie haben zwei Möglichkeiten:

1. Sie bezahlen die GEMA

Bei der GEMA gibt es insgesamt 137 verschiedene Tarife, von denen sich viele an Radio- und TV-Sender, Diskotheken und Live-Musik-Veranstaltungen richten.

Wenn Sie einen bestimmten Pop-Song wiederholt in Ihrem Werbevideo nutzen möchten, sollten Sie eine Lizenz erwerben. So können Sie die Musik uneingeschränkt nutzen, müssen aber auch mit Kosten von bis zu mehreren Tausend Euro rechnen.

Dabei kommt es auf die Art der Musik, auf die ungefähre Zahl der erreichten Kunden und auf den zeitlichen Rahmen an. Eine unbeschränkte Lizenz erlaubt Ihnen die unendliche Wiedergabe, während andere Kosten der GEMA pro Monat oder pro Jahr abgerechnet werden. Ein GEMA-Angebot können Sie hier einholen.

2. Sie nutzen GEMA-freie Musik

Auf Spotify und verschiedenen spezialisierten Portalen finden Sie auch GEMA-freie Musik. Diese  stammt entweder von einem Urheber, der bereits seit 70 Jahren tot ist (Stichwort: ältere, klassische Musik) oder aber Musikstücke, die keinem Vertrag mit einer Plattenfirma unterliegen. 

Wenn Sie eine Band damit beauftragen, Ihren neuen Jingle oder ein kurzes Lied für Ihr Video zu komponieren, ist das eine gute Option, junge Bands zu unterstützen. Gehen Sie aber immer sicher, dass die Band keinen Vertrag mit GEMA hat und dass im Vertrag ausdrücklich auf diese Gebühren verzichtet wird.

Wichtige Hinweise für Ihr Video-Audio.

Die Musik für Ihr Marketing-Video spielt eine wichtige Rolle und ist Teil des Audios. Zur Tonspur gehören aber auch eventuelle Hintergrundgeräusche, Interviews, Stimmen und alle weiteren Elemente, die so simpel sein können wie ein quietschender Reifen.

Das vielleicht beste Beispiel für Geräusche in Ihrem Produktvideo sind Werbevideos für Bier und andere Getränke. Denn das erfrischende, klirrende Geräusch der Flaschen oder der Moment, in dem die Bierflasche aufploppt, weckt garantiert bei jedem Zuschauer positive Emotionen. Zum Beispiel würde dieses Video ohne die Geräusche der Flaschen und Gläser nicht funktionieren:

Beim Flensburger Pilsener ist das Öffnen der Flasche zu einem einzigartigen Markenzeichen geworden. Musik ist in diesem Fall gar nicht nötig.

Sicherlich fragen Sie sich, wo Sie diese Tonspuren herbekommen. Nun, es ist möglich, Stock-Audio einfach online zu kaufen. Klassische Geräusche wie etwa das Stimmengewirr einer Party, einen Auto-Motor, das Klirren von Geschirr oder Gelächter können Sie sozusagen vom Band kaufen. Über die Nachteile, die Stock-Material jedoch mit sich bringt, haben wir hier einen Artikel für Sie geschrieben.

Normalerweise macht es aber einen deutlich besseren Eindruck, wenn Sie die Geräusche selbst erstellen. Dafür brauchen Sie sehr gutes Equipment, das die Stimmen und Geräusche einer Szene optimal aufnimmt.

Fazit: Hochwertige Klänge überzeugen die Kunden!

Wie Sie sehen, spielen sowohl Musik als auch Audio eine wesentliche Rolle in Ihrem Werbevideo. Die Tonspur sollte von höchster Qualität sein, um die Vorteile von Musik auszunutzen. So können Sie bei Ihren möglichen Kunden Emotionen erzeugen, die gewünschten Nachrichten zu Ihrem Produkt senden, Ihre Marke unvergesslich machen, diese repräsentieren und Ihre eigene Vielfältigkeit durch abwechslungsreiche Musik zeigen.

Um die passende Musik auszuwählen, sollten Sie sich Zeit nehmen und Geld einplanen. Finden Sie die richtige Stimmung, werden Sie nicht zu kreativ und passen Sie Inhalt und Audio aufeinander ab. Beachten Sie dabei die Regelungen der GEMA, um nicht in Copyright-Probleme zu geraten. Am wichtigsten ist aber wie immer beim Video-Marketing: Denken Sie an Ihre Zielgruppe!

Wenn nicht nur Ihr Produkt und dessen Präsentation, sondern auch die Musik zur Zielgruppe passt, sind Sie auf dem richtigen Weg, neue Kunden zu gewinnen. Unterschätzen Sie daher die Rolle von Musik und Audio nicht!

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