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Tiere in Werbevideos: Warum funktionieren sie so gut?

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Autor Liesa Wieruch

09. Mai 2022

Warum funktionieren Tiere in der Werbung und wie spiegelt sich deren Einsatz im Umsatzwachstum wider? Lesen Sie hier alles rund um Tiere in Werbefilmen.

Wir reagieren instinktiv auf Tiere.

Sympathie für Tiere ist etwas, das unbewusst entsteht.

Bei der Anwesenheit von Tieren entstehen im menschlichen Körper neurologische Veränderungen. Unser Verhalten sowie unser Gemütszustand ändert sich. Bei der Interaktion mit Tieren wird nämlich ein Teil des Gehirns aktiviert, der für die Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin zuständig ist. Diese Hormone lösen wiederum entsprechend Glücks- und Bindungsgefühle aus.

Wie sieht das von Außen aus? Der Körper reagiert mit körperlichen Veränderungen. Das kann ein Lächeln sein oder die Pupillen erweitern sich.

Welpen und Tiere mit verhältnismäßig großen Augen wecken zusätzlich einen Beschützerinstinkt. Dieser ist vorprogrammiert und überträgt sich ebenso auf ein Baby wie auf einen Hundewelpen.

Der Werbefilm von SHIFT Hamburg bleibt mit der Bücherwurm-Storyline im Gedächtnis.

Ob wir jetzt von einem Tier besonders fasziniert sind, es uns glücklich macht oder wir uns mit den Eigenschaften identifizieren können – wir sind von dem Video gefesselt. Tiere rufen bei Menschen instinktive Reaktionen hervor, die sich die Werbung zunutze macht.

Die Tier-Eigenschaften verschmelzen mit der Corporate Identity.

So glauben wir zum Beispiel gerne, dass Tiere einige typisch menschliche Eigenschaft mit uns teilen.

Die Übertragung von menschlichen Eigenschaften auf das Nichtmenschliche, wie Tiere oder Roboter, wird Anthropomorphismus genannt. Sie ist eine der beliebtesten Marketinginstrumente bei den Werbefilmen mit Tieren. Stereotypen sind dabei das häufigste Ausdrucksmittel, da sie kulturübergreifend leicht zu verstehen sind.

Dieses animierte Video für Acer parodiert humorvoll die größten Extreme des Tierreichs.

Stereotypen wie “fleißig wie eine Biene” und “treu wie ein Hund” sind tief in unserer Sprache verwurzelt. Wenn eine Marke diese in ihrem Werbefilm aufgreift, entsteht ein Bezug zwischen den Eigenschaften und der Corporate Identity. So könnte zum Beispiel ein Produkt, das sich selbst reinigt, mit Katzen beworben werden. Diese sind dafür bekannt, dass sie sich von alleine sauber halten.

Sie wollen mehr über zauberhafte Tiere erfahren? Disney's geheime Storytelling Formel: So nutzen Sie sie für Ihr Video! »

Emotionales Branding mit Tieren leicht gemacht.

Sie möchten ihre Markenwahrnehmung sowie Ihren Umsatzwachstum steigern? Diese Studie belegt, dass Ihnen genau das mit einem Maskottchen gelingt.

In diesem Werbefilm für rabbit mobile taucht der Hase als Symbol für eine schnelle und flexible Digitalisierung auf.

Der obige Dienstleistungsanbieter bedient sich zum Beispiel einem Hasen als Maskottchen für seine Marke. Das Tier hilft dabei, eine emotionale Bindung zwischen Verbraucher und Unternehmen aufzubauen. Wir fühlen uns mit ihm verbunden, das Video bleibt im Gedächtnis. Einer Marke, der wir uns emotional verbunden fühlen verzeihen wir außerdem leichter Fehler. Das Maskottchen im Werbefilm sorgt für eine persönliche Beziehung.

Anthropomorphismus: Mit einem Design-Prinzip zum Erfolg »

Um Charaktereigenschaften wie Humor oder Kreativität eines Tieres rüber zu bringen, wird auch gerne mal übertrieben. In dem Werbefilm soll schließlich deutlich werden, mit wem der Zuschauer es hier zu tun hat. Peinliche-(“cringe worthy”)-Momente erlauben wir da ausnahmsweise mal. Schließlich geht es ja um ein Tier!

Discover lockern ihren Werbefilm mit Hundesprache auf.

Emotionen in der Werbung haben daher einen erheblichen Einfluss auf die Reputation der Marke, die Einprägsamkeit und sogar auf eine Veränderung des Einkaufsverhaltens.

Doch wie sehr beeinflussen nun Tiere in einem Werbefilm den Umsatz?

In einem Werbevideo des Toilettenpapier-Herstellers Andrex dürfen seit 40 Jahren Hunde mitspielen. Und dank dieser stieg der Marktanteil des Unternehmens von 5 % auf 33,4 % an! Anschließend konnten sie ihre Marktpreise erhöhen und sich mit Hilfe des cleveren Marketings von der Konkurrenz abheben.

Hier sehen Sie die Anfänge, mit einem Andrex-Hundewelpen-Toilettenpapier-Werbespot von 1988.

Die Marketing-Vorteile der Tierwerbung liegen auf der Hand. Die Nachteile und Risiken der Videoproduktion für die Lebewesen ist hingegen noch weniger untersucht.

Werbefilme: 10 beeindruckende Beispiele »

Wenn Sie sich also für einen Realdreh mit einem Tier entscheiden, gehen Sie eine Verantwortung ein. Recherchieren Sie, wie und unter welchen Bedingungen das Tier aufgewachsen ist und was mit ihm passieren soll, wenn die Filmkarriere vorbei ist. Haben Sie einen seriösen Betreiber vor sich?

Filmen mit lebenden Tieren: Was gilt es zu beachten?

Alles, was der Gesundheit der Tiere schadet, sollte vermieden werden. Das sollte nicht nur selbstverständlich dem Tier gegenüber sein, auch Ihre Marke fällt und steht mit dem richtigen Umgang der Tiere. Sie möchten schließlich Begeisterung hervorrufen und nicht in einer Flut aus negativem Engagement enden.

Nehmen wir als Beispiel das Essen von menschlicher Nahrung. In kleinen Mengen sicherlich kein Problem und von einigen Hundebesitzern praktiziert. Wie sieht es jedoch bei einem Werbefilm-Dreh aus? Komplett anders! Eine Szene muss mehrfach wiederholt werden, sodass der Hund wie in diesem Spot gleich mehrfach die Spaghetti essen “darf”:

Geico zeigen eine Pre-Roll-Ad mit tierischem Humor.

Sie benötigen keine ess- oder trinkbaren Requisiten in Ihrem tierischen Werbefilm? Perfekt! Doch was ist mit Kostümen?

In vielen Werbevideos werden einem Tier Accessoires oder sogar ein komplettes Outfit angezogen. Beachten Sie hier, dass die Studioleuchten beim Filmen eine Leistung von bis zu 11.000 Watt erreichen. Sorgen Sie für eine gute Belüftung, sowie Trink- und Verschnaufpausen.

HEINZ Ketchup begeistert mit einem Hunde-Werbespot zur Wiener Stampede.

Wie wohl fühlen sich die Hunde wirklich? Entstehen Reibungen an der Haut? All das gilt es bei der Kostümherstellung zu beachten.

Neben Kleidung können auch kosmetische Produkte beim Werbedreh zum Einsatz kommen. Beispielsweise sollen glänzende Haare beworben werden. Wenn Sie ein Produkt am Tier verwenden, muss es tierverträglich sein. Schon ein Geruch kann für ein Tier unangenehm sein. Ferner können bei unverträglichen Kosmetika Gesundheitsprobleme entstehen.

Werbefilm erstellen: 5 effektive Wege zur Umsetzung »

Auch psychische Probleme können bei einem Werbefilmdreh mit Tieren auftreten. Arten, die normalerweise in der Wildnis in einer Gruppe von Tieren leben, können sich verlassen und einsam fühlen. Schimpansen fällt es zum Beispiel schwer, sich zu trennen.

Die Schimpansen, die für die Werbespots von PG Tips verwendet wurden, entfremdeten die Trainer daher schon in ihrer Kindheit von den Artgenossen. Sie wuchsen unter Menschen auf und gewöhnen sich an das Alleinsein.

Auch für Career Builder durften die Schimpansen im Werbefilm mitmischen.

Achten Sie also auf die Gesundheit der Tiere bei Ihrem Videodreh. Gehen Sie mit der Verantwortung gewissenhaft um und lassen Sie das Lebewesen Teil Ihrer Marke werden.

Die Vorteile der digitalen Animation bei Werbevideos mit Tieren.

Wenn Sie jetzt sagen, das mit dem Tier-Videodreh ist mir alles viel zu viel: Kein Problem. Ihre Lösung lautet “Animation”.

In einem animierten Werbefilm können Sie genauso wie in einem Realfilm von den neurologischen Reaktionen gegenüber Tieren profitieren. Einem Tier kann ein Charakter und Leben eingehaucht werden, dass perfekt zu Ihrem Video passt.

Ferner haben Sie bei Animationsfilmen den Vorteil, dass jedes Tier für Ihren Werbefilm gecastet werden kann! Wie wäre es zum Beispiel mit einem exotischen Waran oder einem seltenen, sibirischen Tiger. All das wird möglich.

Hier sehen Sie einen Werbespot für Dragonflip, inklusive animiertem Drachen.

Bei den animierten Werbefilmen haben Sie die Möglichkeit, zwischen 2D- und 3D-Stilen zu wählen. Ein 2D-Animationsstil ist zum Beispiel der Legetrick oder der Iso-Stil. Wie Ihr Video später gestaltet wird, hängt von Ihrem bestehenden Branding ab.

Wenn es ein Dreh mit echten Menschen werden soll, kann ein 3D-Video die tierischen Schauspieler ersetzen. So bediente sich John Lewis in dem bekannten Trampoline-Weihnachtsspot zum Beispiel einem Mix aus Realdreh und 3D-Animation:

Dieser Tier-Werbespot von John Lewis zeigt wie Realdreh und Animation Eins werden.

Füchse, Wiesel und Iltisse sind extrem scheu und könnten sich zusätzlich beim Springen verletzen. Durch die Animation müssen sie gar nicht erst am Set erscheinen. Die Animation ersetzt geschickt den tierischen Part, ohne auf die Marketing-Vorteile der Tiere im Video verzichten zu müssen.

Tiere in Werbefilmen sind ein Dauerbrenner.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen guten Einblick in die Welt der Werbevideos mit Tieren geben! Egal, ob Sie sich für einen Realdreh mit echtem Hund oder einen animierten Drachen entscheiden: Wir stehen Ihnen gerne mit unserem Wissen zur Seite!

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